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4 Möglichkeiten, wie man Flüchtlingen diesen Winter helfen kann

Children earn a living by transporting goods inside the Zaatari Refugee Camp, Jordan.
Mohamed Azakir/World Bank

Inzwischen kann man wohl ganz offiziell festhalten: das Jahr 2015 ist fast rum. Und während Schulen, Universitäten und Büros nach und nach ihre Türen für dieses Jahr schließen und die Menschen ihre letzten Weihnachtseinkäufe erledigen, scheint die Flüchtlingskrise hingegen ununterbrochen rasant voran zu schreiten. Keine Winterpause für die Menschen, die Gewalt, Krieg, Elend und Hoffnungslosigkeit hinter sich lassen, auf der Suche nach einem menschenwürdigen Leben.

Laut dem Hochkommissar der Vereinten Nationen für Flüchtlinge (UNHCR) ist inzwischen jeder 122. Mensch weltweit ein Vertriebener, noch auf der Flucht oder auf der Suche nach Asyl. Wenn all diese Menschen zusammen genommen ein Land formen würden, wäre es bereits an 24. Stelle der größten Länder unserer Erde.

Und auch wenn das Ausmaß dieser Umstände für uns schwer nachzuvollziehen ist, so gibt es doch für jeden von uns Möglichkeiten, diesen Menschen Unterstützung zu bieten. Hier sind fünf Möglichkeiten, wie man diesen Winter aktiv werden kann!

1/ Sachspenden

Über die Hilfsorganisation Unicef kann man so genannte 'Winter Survival Packs' als Spende in Flüchtlingscamps schicken. Eine ähnliche Aktion findet man auch auf der Seite des 'International Rescue Commitees'. Wer sein eigenes Winter-Paket für die Menschen in den Lagern in und rund um Calais zusammenstellen will, kann das auf der LeisureFayre Seite tun. Alles, was man nach Calais schicken möchte, wird nicht nur umsonst verschickt, sondern bekommt einen Preisnachlass von 20%.


Wer etwas für Flüchtlinge in Deutschland tun will, kann sich einer der vielen Freiwilligen-Gruppen anschließen, die sich vor allem über Facebook organisieren. So zum Beispiel auch die Gruppe 'Porzer and Friends', die Spielzeug sammeln, aber auch tatkräftige Freiwillige suchen, die beim Nähen von Taschen und verteilen der Spielzeugtaschen an Flüchtlingskinder in Köln mithelfen möchten.

2/ Geldspenden

Zugegeben, die Liste könnte unendlich sein. Hier ist daher nur ein Auszug der Organisationen, die sich aktiv und nachweisbar für Flüchtlinge einsetzen.

UNHCR - das Hochkommissar der Vereinten Nationen für Flüchtlinge bietet Flüchtlingen Hilfe in Form von Geld, Medizin, Lebensmittel, Heizmaterial, Zelte, Thermodecken bis hin zu Winterkleidung. Von €40 für Thermo-Fleece Decken für eine ganze Familie bis hin zu €90 für einen kleinen Ofen, so dass eine Familie für sich selbst kochen kann, kann man seinen Beitrag spenden.

CARE - seit über 60 Jahren als Hilfsorganisation in Krisenzeiten und -gebieten bekannt, hilft CARE Vertriebenen auf der ganzen Welt, unter anderem mit seinen bekannten ‘Care’ Paketen. Auf der CARE Webseite kann man sogar ein eigens CARE Paket schnüren und Hühner, Schweine und Ziegen verschenken! Großartige Idee.

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3/ Ehrenamtlich Zeit und Einsatz schenken

Zeit ist kostbarer als Geld. Vor allem, wenn dabei noch soziale Werte und menschliches Miteinander vermittelt werden. Auf der Plattform betterplace.org kann man seine Zeit ‘verschenken’ und zwar in allen Formen und Farben. Wer zum Beispiel einer Flüchtlingsfamilie als Pate zur Seite stehen möchte, um ihnen nach der Ankunft in Deutschland beim Start in ein neues Leben behilflich zu sein, der wird auf betterplace.org fündig.
Ähnliche Angebote findet man auch auf der Seite ProAsyl. Hier lassen sich Gruppen und Gleichgesinnte finden, die sich ehrenamtlich für Flüchtlinge einsetzen. Wer in Berlin wohnt, kann sich zudem auf der tollen Seite von ‘Start with a friend’ umsehen und sich als ‘Freund’ registrieren.

4/ Online aktiv werden und seine Stimme erheben

Sich für jemanden stark zu machen, der selbst vielleicht keine oder nur eine leise Stimme hat, ist eine ebenso großartige wie wichtige Form der Unterstützung. Denn anpacken und helfen, da wo Hilfe gebraucht wird, ist das eine Ende vom Spektrum. Am anderen Ende hingegen dürfen wir nicht vergessen, uns auch an die Politik und die Entscheidungsträger zu wenden, um systematische Änderungen zu fordern.
Auf change.org zum Beispiel kann man sich zusammen mit anderen gegen die menschenunwürdigen Zustände vor dem Berliner Landesamt für Gesundheit und Soziales (LaGeSo) einsetzen. Die Petition hat inzwischen 100.000 Unterstützer gefunden und sich 150.000 Unterschriften zum Ziel gesetzt.


Und last but not least: zu jeder hier genannten Kategorie lassen sich noch viel mehr Möglichkeiten finden. Wer zum Beispiel etwas in seiner Nähe sucht, bei dem man tatkräftig mit anpacken oder Sachspenden persönlich abgeben kann, dem sei eine Google Suche mit dem Namen eurer Stadt / der nächstgrößeren Stadt in eurer Umgebung ans Herz gelegt, und ihr findet mit Sicherheit eine Möglichkeit. Facebook ist ebenfalls ein großartiges Tummelbecken für Freiwillige, Engagierte, Ideengeber sowie Ideenfinder. Einfach mal stöbern!