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Frauenrechte

Was wäre die Wissenschaft ohne diese 17 Frauen?

NASA research mathematician Katherine Johnson is photographed at her desk at NASA Langley Research Center with a globe, or "Celestial Training Device."
NASA

Jedes Jahr am 8. März feiert die Welt den Internationalen Frauentag! An dem Tag stehen Frauen, Frauenrechte (bzw. der Kampf darum) und das Thema Gleichberechtigung der Geschlechter im Mittelpunkt.

Wenn man auf die letzten 50 Jahren blickt, hat sich in diesen Bereichen schon einiges getan. Allerdings bei weitem noch nicht genug und vor allem nicht auf allen Gebieten. In wissenschaftlichen Berufen zum Beispiel sind noch immer bedeutend weniger Frauen als Männer anzutreffen. 

Das haben inzwischen von Hollywood (der Film „Hidden Figures - Unerkannte Heldinnen“ lässt grüßen) bis zum Spielzeughersteller Lego einige erkannt und sich vorgenommen, mehr Mädchen und Frauen dazu zu ermutigen, den Weg in die Wissenschaft einzuschlagen.

Dabei ist es bei weitem nicht so, als ob es nicht bereits einige herausragende Vorbilder gibt - wie diese 17 beeindruckenden und vor allem einflussreichen Wissenschaftlerinnen beweisen. Ihre Entdeckungen und Erkenntnisse wurden zu Meilensteinen in der Menschheitsgeschichte, ohne die unsere Welt heute nicht so weit entwickelt wäre.   

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1. Tiera Guinn

Die 21-jährige Tiera Guinn hat zwar noch nicht ihren Uni-Abschluss in der Tasche, beschäftigt sich aber schon jetzt mit Raketentechnik. Jap, richtig gehört. Die MIT-Studentin unterstützt NASA dabei, eine neue Rakete zu entwickeln, die schon jetzt eine der größten und stärksten Raketen ist, die die Welt je gesehen hat. Ihr Hauptfach ist Raumfahrttechnik. Nebenher entwirft Tiera zusammen mit Boeing auch gleich noch die neue Raketenstartrampe.

„Man muss immer nach vorne schauen und sollte niemanden in seinen Weg lassen“, sagt sie. „Wie schwierig es auch immer sein mag, wie viele Tränen man auch immer vergießen mag, man muss weitermachen. Es kann nicht immer einfach sein. Wenn man seinen Traum nicht aus den Augen verliert, schafft man es auch.“

2. Marie Curie

Die meisten haben hoffentlich den Namen der Physikerin und Chemikerin Marie Curie schon gehört. Die polnische Wissenschaftlerin hat an der Pariser Universität Sorbonne studiert und hatte dort später den Lehrstuhl für Allgemeine Physik inne, der übrigens extra für sie geschaffen wurde. Schwerpunkt ihrer Erforschung waren fortan radioaktive Substanzen. 1903 gewann sie gemeinsam mit ihrem Mann den Nobelpreis für Physik. Dabei sollte es aber nicht bleiben: 1911 gewann sie auch den Nobelpreis für Chemie. Damit ist sie bis heute die einzige Frau, die zwei Nobelpreise in verschiedenen Kategorien gewann.

3. Elizabeth Blackwell

Elizabeth Blackwell, geboren 1821, war eine der ersten Frauen, die einen Abschluss an einer medizinischen Fakultät machte (und zwar am Geneva Medical College im Bundesstaat New York / USA). Danach setzte sie sich als Ärtzin vor allem für das gesundheitliche Wohlergehen von Frauen in ärmlichen Verhältnissen ein und gründete in England eine eigene medizinische Fakultät - für Frauen natürlich.

4. Jane Goodall

Jane Goodall ist die wohl bekannteste Primaten- und Verhaltensforscherin. Sie hat vor allem das Verhalten von Schimpansen untersucht und sich außerdem stark für Tierrechte eingesetzt. Goodall forschte aber nicht (nur) in einem kleinen Labor. Sie war für ihr zähes Durchhaltevermögen bekannt, zierte sich nicht, auch auf Bäume zu klettern und lebte lange Zeit in einer Schimpansen-Gruppe in Tansania, um deren Vertrauen zu gewinnen und sie in ihrer natürlichen Umgebung zu studieren.

5. Mae C. Jemison

Mae C. Jemison ist die erste weibliche afroamerikanische Astronautin. 1992 war sie Crewmitglied des Raumfahrtschiffs Endeavour und die erste Afroamerikanerin im All. Bevor sie das Raumfahrtprogramm begann, war sie Ärztin, die mit dem Friedenskorps in Sierra Leone und Liberia unterwegs war.

6. Jennifer Doudna

Jennifer Doudna ist wohl eine der kulturell einflussreichsten Wissenschaftlerinnen unserer Zeit. Mit ihrer Hilfe wurde ‘CRISPR’ erfunden, eine Methode der Gentechnologie, mit der einerseits ‘Designer-Babys’ entstehen können, andererseits aber auch Krankheiten wie Sichelzellenanämie, Muskoviszidose, Chorea Huntington und HIV bekämpft werden können. Derzeit lehrt und forscht sie an der kalifornischen Universität Berkeley.

7. Katherine Freese

Freese ist eine bahnbrechende Wissenschaftlerin auf dem Gebiet der Dunklen Materie und Dunklen Energie. Sie erforscht unter anderem schwarze Löcher und ist mittlerweile Rektorin von Nordita, einem Institut für theoretische Physik in Stockholm.

8. Rachel Carson

In den 1960ern sollte eine Umweltwissenschaftlerin zur Schlüsselfigur der amerikanischen Innen- und Außenpolitik und Kultur werden. Diese Frau war Rachel Carson. Ihr Buch „Der stumme Frühling“ („Silent Spring“) warnte die Welt vor den Gefahren von Pestiziden und Chemikalien auf Menschen, Tiere, Pflanzen und die Natur. Carsons Buch war Ausgangspunkt einer Umweltbewegung in Amerika.

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9. Maria Goeppert-Mayer

Maria Goeppert Mayer kam als Einwanderin in die USA und studierte während der Weltwirtschaftskrise an der Johns Hopkins Universität. Keine Universität wollte sie während bzw. nach ihrem Studium einstellen, doch sie gab nicht auf. Zum Glück! Denn zusammen mit einem anderen Physiker entdeckte sie die nukleare Schalenstruktur und gewann damit als zweite und bislang letzte Frau anteilig den Nobelpreis für Physik im Jahr 1963.

10. Sara Seager

Zu der Zeit, als Frauen nach und nach zu Fakultäten der Physik zugelassen wurden, war unser Sonnensystem schon ziemlich gut bekannt. Nichtsdestotrotz hat Sara Seager, die 1971 geboren wurde, mit Hilfe des Kepler-Weltraumteleskops ganze 715 Planeten entdeckt.

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11. Jane Cooke Wright

Die 1919 geborene Jane Cooke Wright war nicht nur eine der ersten afroamerikanischen Ärztinnen, die es je gab, sondern auch absolut erfolgreich in der Krebsforschung. Mit ihrem Vater forschte sie gemeinsam an der Universität Harvard. Hier begann sie auch die ersten Tests der Chemotherapie.

12. Vera Rubin

Vera Rubin wurde 1928 geboren und war die erste, die beweisen konnte, das Dunkle Materie im All tatsächlich existiert, in dem sie darauf schloss, dass unsichtbare Schwerkraftquellen die Sterne und Planeten in bestimmte Richtungen lenken. 1993 wurde sie von Präsident Clinton mit der ‘National Medal of Science’, einer Auszeichnung für herausragende Beiträge zur Weiterentwicklung der Wissenschaften, ausgezeichnet.

13. Sau Lan Wu

Sau Lan Wu aus Hongkong ist Teilchenphysikerin, die sich seit Beginn ihrer Karriere vor allem mit Quarks und Gluonen beschäftigt. Der Lauf der Wissenschaft änderte sich völlig, als sie bei der Entdeckung des Higgs-Teilchens half. Bis heute gilt die Entdeckung und Erforschung dieser Elementarteilchen als topaktuell.

14. Rosalind Franklin

Rosalind Franklin wurde 1920 in England geboren und war eine anerkannte Biophysikerin. Franklin trug wesentlich zur Entdeckung der menschlichen DNA bei und arbeitete auf dem Gebiet der Röntgenstrahlung und Molekularstruktur.

15. Barbara McClintock

Barbara McClintock gewann 1983 nach jahrzehntelanger Forschung den Nobelpreis für ihre Entdeckung des „springenden Gens“.

16. Rita Levi-Montalcini

Die italienische Neurologin Rita Levi-Montalcini gewann 1986 zusammen mit anderen Wissenschaftlern den Nobelpreis für die Entdeckung des Nervenwachstumsfaktoren, einem Protein in Wirbeltieren. Laut New York Times konnten dank dieser Entdeckung viele Schlüsse auf Krankheiten wie Demenz oder Krebs gezogen werden.

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17. Gertrude Elion

Eine weitere Nobelpreisträgerin war die 1918 geborene Gertrude Elion, eine Biochemikerin und Pharmakologin, die Zeit ihres Lebens an Medikamenten für Leukämie gearbeitet hatte.


Es gibt immer noch zahlreiche Wissenschaftlerinnen in der Geschichte und in der Gegenwart, deren Forschungen und Entdeckungen noch immer keine Anerkennung erfahren haben. Es ist langsam an der Zeit, den Frauen in der Wissenschaft die Aufmerksamkeit zu schenken, die sie verdienen. Denn ohne ihre Studien und Erkenntnisse, wäre die Wissenschaft noch nicht so weit, wie sie jetzt ist.