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Model Toni Garrn und Entwicklungsminister Müller haben ein gemeinsames Ziel: Frauenrechte stärken

Warum das wichtig ist
Über Kinderarbeit, Frauenrechte und die Bildung von Mädchen sprachen Entwicklungsminister Gerd Müller und Topmodel Toni Garrn bei der Eröffnung der “Internationalen Grünen Woche” in Berlin. Die Diskriminierung von Frauen in allen Bereichen der Gesellschaft zu beenden, ist Ziel Nummer 5 der insgesamt 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung, die bis zum Jahr 2030 erreicht werden sollen. Hier kannst auch du aktiv werden.

Das Duo, das am Eröffnungstag der Berliner Messe “Internationale Grüne Woche” in Halle 5 auf der Bühne steht, könnte auf den ersten Blick nicht unterschiedlicher sein: Neben Bundesentwicklungsminister Gerd Müller steht Topmodel Toni Garrn. Doch auch wenn die beiden sich oft in verschiedenen Welten aufhalten, eint sie ein gemeinsames Ziel: Die Stärkung von Frauenrechte und -bildung.

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Bereits im vergangenen Sommer hat Gerd Müller daher Toni Garrn zur Botschafterin für die Gleichstellung der Geschlechter ernannt. “Das ist eine große Ehre”, so Garrn, die sich seit Jahren für die Rechte von Mädchen und Frauen weltweit einsetzt.

“Mein Fokus liegt immer auf Frauenbildung”, sagt Garrn im Gespräch mit dem Minister. “Mein Ziel ist es, so viele Mädchen wie möglich in die Schule zu bringen.”

Garrn hat eine eigene Stiftung ins Leben gerufen, die die Rechte von Frauen und Mädchen stärken soll. Mehrmals reiste sie etwa nach Ghana und Burundi, um die dortigen Projekte zu besuchen. “Meistens gehen die Mädchen nur bis zur 5. Klasse zur Schule und dann müssen sie zuhause helfen und arbeiten”, so Garrn weiter. “Das ist das Hauptproblem, weshalb es Kinderarbeit gibt [...]. Sie müssen arbeiten, damit die Familie zuhause nicht verhungert.”

„Wir bauen unseren Wohlstand noch viel zu oft auf dem Rücken der Menschen in Entwicklungsländern auf. Kaffee, Kakao, die Baumwolle für unsere Hemden oder Metalle für unsere Elektronikgeräte – viele alltägliche Produkte werden unter untragbaren Arbeitsbedingungen oder mit ausbeuterischer Kinderarbeit hergestellt”, schreibt Minister Müller in einer Pressemitteilung anlässlich der “Grünen Woche”.

In der Elfenbeinküste, einem Land in Westafrika, verdient eine siebenköpfige Bauernfamilie mit der Kakaoernte gerade einmal rund 100 Euro im Monat – oft müssen die Kinder bei der Ernte mit anpacken. 2,3 Mio. Kinder arbeiten allein in Westafrika auf Kakaoplantagen. Da ist auch ein Umdenken der Konsumenten gefragt, betont Minister Müller: “Schaut nicht immer nur auf die Politik, tut selber was”, sagt Entwicklungsminister im Gespräch mit Garrn. “Kauft keine Produkte, in denen Kinderarbeit steckt.”

Die “Internationale Grüne Woche” auf dem Berliner Messegelände läuft noch bis zum 27. Januar. Das Bundesministerium sowie verschiedene gemeinnützige Organisationen finden sich in der Halle 5.