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Filles et Femmes

Wie der Klimawandel das Schicksal minderjähriger Mädchen beeinflusst

Warum das wichtig ist
Der Klimawandel hat viele negative Folgen – für Umwelt, Tiere und Menschen. Vor allem in Entwicklungsländern trifft er viele Bauern besonders hart: Dürren und unerwartete Regenfälle führen zu Ernteausfällen. Dadurch verarmen Familien und die Sorge, wie sie ihre Kinder noch ernähren sollen, steigt. Viele sehen keinen anderen Ausweg mehr, als ihre Kinder durch verfrühte Heirat wegzugeben. Wenn du dich für die Rechte von Mädchen weltweit einsetzen möchtest, kannst du hier aktiv werden.  

Würde man uns bitten, die Folgen des Klimawandels zu zeichnen: Was würden wir malen? Vielleicht eine Überschwemmung. Schmelzende Eisberge. Eine Wüste. Oder ausgetrocknete Äcker.

Einige dieser Bilder sind für Menschen im globalen Süden längst Realität. Doch abseits der allzu bekannten Folgen, gibt es noch eine weitere, schlimme Konsequenz des Klimawandels, die die wenigsten von uns kennen: Kinderbräute.

Das Projekt “Brides of the Sun” hat den Zusammenhang zwischen Klimawandel und Kinderehen dokumentiert. Das Team, bestehend aus drei Journalist*innen, fokussierte sich bei der Recherche auf zwei Länder Afrikas: Malawi und Mosambik. Dort hat der Klimawandel bereits besonders heftige Spuren hinterlassen. Und fast die Hälfte der Mädchen aus der Bevölkerung werden in diesen beiden Ländern noch vor ihrem 18. Lebensjahr verheiratet.

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Sowohl Jungen und als auch Mädchen können von Kinderehen betroffen sein. Das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen, UNICEF geht allerdings davon aus, dass etwa 82 Prozent der jährlich 15 Millionen Kinderehen auf Mädchen entfallen. Nur rund 18 Prozent seien Jungs. Kinderehen gibt es weltweit, auch in Europa. In Entwicklungsländern kommen sie jedoch besonders häufig vor.

Einer der Hauptgründe für Kinderehen ist Armut. Infolge der Ernteausfälle durch Klimaveränderungen steigt die Armut – und damit die Suche nach Wegen, ihr zu entkommen.

Die 15-Jährige Agnes Mposwa aus Malawi ist bereits seit einem Jahr verheiratet. Sie sagt ganz klar: Der Klimawandel ist Schuld. “Wenn das Klima sich nicht geändert hätte, würde ich heute noch zur Schule gehen. Ich muss akzeptieren, dass meine Eltern alles versucht haben, aber wegen des Klimawandels gescheitert sind”, sagt Agnes gegenüber “Brides of the Sun”.

Agnes Eltern sind Tabakbauern. Mit den Einnahmen kamen sie über die Runden. Erst als die Ernten wegen der Klimaveränderungen immer schlechter wurden, wurde es schwierig. Agnes Eltern seien dagegen gewesen, dass sie mit 14 Jahren heirate. Aber Agnes entschied, dass es der einzige Ausweg sei.

Weltweit betrachtet sind Kinderehen zwar leicht zurückgegangen. Durch Krisen, Kriege – und nun wohl auch den Klimawandel – steigt die Zahl der Kinderehen besonders in betroffenen Regionen jedoch an.