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Warum wir es schaffen, die Welt zu verbessern - wenn wir es denn wollen

Warum das wichtig ist 
Die 17 nachhaltigen Entwicklungsziele der Vereinten Nationen (UN) sind die wichtigsten Ziele unserer Zeit. Durch sie sollen bis 2030 Armut beendet, Hunger bekämpft und Gleichberechtigung erreicht werden. Politiker, Unternehmen und jeder einzelne von uns kann einen Beitrag leisten, damit diese Ziele wahr werden. Wir können es schaffen, wenn wir wirklich wollen! Auf unserer Plattform kannst du als Global Citizen aktiv werden und dich für die größten Herausforderungen unserer Zeit einsetzen!

Schlägt man die Zeitung auf, ist da der Krieg in Syrien und im Jemen. Die extreme Armut in Zentralafrika. Boko Haram in Nigeria. Ein wütender Trump und sein Wunsch nach der Mauer. Die Angst vor Flüchtlingen in Europa. Rassistische und antisemitische Parolen in Deutschland.

Krisen wohin man auch schaut? Die Wirklichkeit sieht anders aus – wir gucken nur nicht richtig hin.

“Die Welt wird besser, aber niemand will es glauben”

Das schrieb kürzlich ein Kolumnist auf Spiegel Online. Da ist was wahres dran: Denn in 2018 gab es jede Menge positiver Entwicklungen, die Grund zur Hoffnung geben, dass die Welt ein besserer Ort wird – und die nachhaltigen Entwicklungsziele der Vereinten Nationen bis 2030 erreicht werden können. Deshalb haben wir mal ein paar Positivbeispiele gesammelt, die zeigen: Wir können es schaffen, wenn wir denn wollen.

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Einsatz für Bildung: Hartnäckigkeit lohnt sich!

Rihanna ist nicht nur Sängerin und Entertainerin. Seit Jahren hat sie sich auch als Global Citizen und Botschafterin der Globalen Bildungspartnerschaft einen Namen gemacht.

Regelmäßig nutzt sie ihre Bekanntheit, um sich an Politiker und Regierungen zu wenden und sie in aller Öffentlichkeit dazu aufzufordern, mehr Gelder für Bildung auszugeben. Und was soll man sagen: Ihre Hartnäckigkeit lohnt sich!

Als sie zum Beispiel im vergangenen Jahr unter anderem die deutsche Bundesregierung via Twitter aufforderte, mehr Geld für die Globale Bildungspartnerschaft (GPE) bereitzustellen. Nach drei Stunden antwortete Regierungssprecher Seibert: “Danke für deine Nachricht und dein Engagement Rihanna! Der Zugang zu Bildung ist ein Grundrecht für jeden. Deutschland ist ein aktiver Unterstützer für Bildung von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen. Wir planen unser Engagement für Bildung in Entwicklungsländern weiter auszubauen.”

Wenig später verkündete Kanzlerin Merkel, die Gelder für GPE auf 37 Mio. Euro zu verdoppeln.

Ausgaben für deutsche Entwicklungszusammenarbeit so hoch wie nie

Mit mehreren Aktionen haben wir euch um Unterstützung gebeten, als es darum ging, die  deutsche Regierung dazu aufzufordern, für Entwicklungszusammenarbeit mehr Geld zur Verfügung zu stellen. Und euer Einsatz hatte Erfolg!

Für das Jahr 2019 ist das Budget für Entwicklungszusammenarbeit im Bundeshaushalt so hoch wie nie. Der Haushalt des Ministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) soll gegenüber 2018 um rund 800 Mio. Euro aufwachsen und wird 2019 erstmals über 10 Milliarden Euro liegen. Neuer Rekord!

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Extreme Armut geht zurück

Bis 2030 soll extreme Armut beendet sein – das ist das erste Ziel der nachhaltigen Entwicklungsziele der UN. 1970 lebten schätzungsweise 2,2 Milliarden Menschen von weniger als 1,90 Dollar am Tag – die Grenze von “extremer Armut”, wie sie von der Weltbank definiert wurde. 2015 lebten nur noch 736 Millionen Menschen von weniger als 1,90 Dollar am Tag.

Mehr Gleichberechtigung, mehr Frauenrechte

Fest steht: Frauen und Männer sind noch immer nicht in allen Belangen gleichgestellt. Das gilt nicht nur für Entwicklungsländer, sondern auch für Deutschland.

In den jüngsten Jahren haben einige Kampagnen aufgezeigt, was noch immer gehörig schief läuft in Sachen Gleichberechtigung. “Nein heißt Nein”, “#MeToo” und “Time is up” haben aber auch dazu geführt, dass sich etwas bewegt: Denn Aufruhr kann auch für Aufschwung sorgen.

Es gibt noch viel zu tun. Doch ein Blick zurück zeigt uns: Was wurde in den vergangenen Jahrzehnten bitte nicht alles erreicht in Sachen Frauenrechte?

Seit 1919 dürfen Frauen in Deutschland auf nationaler Ebene wählen – wir feiern in diesem Jahr also 100-jähriges Jubiläum.

2017 wurde in Indien endlich eine Gesetzeslücke geschlossen, sodass Sex mit einer Minderjährigen nun auch als Vergewaltigung geahndet werden kann, wenn das Mädchen verheiratet ist.

Im westafrikanischen Liberia wurde weibliche Genitalverstümmelung im Januar 2018 verboten – die letzte Amtshandlunger der ehemaligen Präsidentin Ellen Johnson Sirleaf.

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Diese Erfolge dürfen wir nicht untergraben. Wir müssen weiter für eine gleichberechtigte, gerechte Welt kämpfen!

Was können wir tun?

Die bisherigen Erfolge zeigen: Es braucht Geld, aber vor allem den Willen von Regierungen, Gesellschaften und Unternehmen, globale Herausforderungen wie Armut und Hunger zu beenden, Gleichberechtigung zu schaffen und insgesamt für eine gerechtere Welt für alle zu kämpfen!

Und diesen Willen können wir fördern, indem wir Politikern sagen, was uns wichtig ist. Unterschreibe Petitionen. Versende E-Mails. Bring dich in politische Diskussionen ein. Das alles trägt aktiv dazu bei, die Welt so zu gestalten, wie du sie dir wünscht!