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Citizenship

Die bisher 10 besten Statements der 70. UN Generalversammlung

UN Photo/Mark Garten

Dieses Jahr traf sich die UN Generalversammlung zum 70. Mal in Ihrer Geschichte - und der Moment wurde gleich für einen weiteren historischen Augenblick genutzt: 193 Länder haben gemeinsam die 17 Nachhaltigen Entwicklungsziele, die Global Goals, verabschiedet. 17 Ziele, die als Fahrplan gelten, wie wir unsere Welt in den kommenden 15 Jahren zu einem besseren Ort für alle Lebewesen machen.

Und wie das bei solchen Zusammentreffen nun mal ist, wenn viele hochrangigen Politiker und Führungsköpfe zusammen treffen, wird viel (viel!) geredet und eine nicht unerhebliche Menge an rhetorischem Wirrwarr blubbert in jedem einzelnen Meeting. Schwierig, da den Überblick zu behalten, und meistens dauert es Weile, bis die bedeutendsten Statements sich herausgefiltert und ihren Weg in die Öffentlichkeit gefunden haben. 

Hier sind unsere 15 Favoriten der 70. UN Generalversammlung in New York:

UN Generalsekretär Ban Ki-moon über die Bedeutung einer echten globalen Gemeinschaft

„Es gibt nichts, was wir den Kindern dieser Welt sagen könnten, um sie davon zu überzeugen, dass unsere Welt genau so bleiben sollte wie sie derzeit ist. Wir sollten also alles daran setzen, diese Kluft zwischen der Welt jetzt und der Welt wie sie sein sollte zu schließen."
- “There is nothing we can say to the world’s children that can convince them the world needs to be the way it is. That means we must do everything we can to close the gap between the world as it is, and the world as it should be.”

Boliviens Präsident Evo Morales zum Thema Kapitalismus

„Der einzige Weg um Armut und alle anderen gravierenden Probleme, welche unserer Menschheit gegenüber stehen, zu beenden ist den Kapitalismus abzuschaffen. Die Ausbeutung der Menschen und die Plünderung der natürlichen Ressourcen muss ein Ende haben, ebenso wie Kriege die darauf ausgerichtet sind, den Zugang zu solchen Ressourcen zu sichern."
“The only way to end poverty and all the other serious problems facing humankind is to do away with capitalism. The exploitation of human beings and pillaging of natural resources must end, as should wars aimed at securing access to those resources."

646248Bolivia_GA.jpgImage: UN Photo/Kim Haughton

Brasiliens Präsidentin Dilma Rousseff zur Flüchtlingssituation

„Die tiefgreifende Empörung, die ausgelöst wurde, sowohl durch das Bild des an den türkischen Strand gespülten toten syrischen Jungen als auch durch die Nachricht über 71 in einem LKW in Österreich erstickte Menschen, sollte in einen unmissverständlichen Akt der Solidarität übergehen. In einer Welt, in der sich Güter, Gelder, Daten und Ideen uneingeschränkt bewegen, ist es absurd, Menschenbewegungen zu behindern. 
“The profound sense of indignation caused by the picture of a dead Syrian boy on the beaches of Turkey and by the news of the 71 people asphyxiated inside a truck in Austria must be translated into unequivocal acts of solidarity. In a world where goods, capital, data and ideas flow freely, it is absurd to impede the free flow of people."

09-22-2015Europe_Refugees.jpgImage: UNICEF/Tomislav Georgiev

Bill Gates über die Ausrottung der Krankheit Malaria

„Malaria ein für alle Mal auszurotten ist die einzige nachhaltige Lösung. Die Alternative wären niemals enden wollende Kosten, um neue Medikamente und Insektizide zu entwickeln, in dem Versuch, der Resistenz immer einen Schritt voraus zu sein. Die Welt kann sich diesen Ansatz nicht leisten."
“Eradication is the only sustainable solution to malaria. The alternative would be endless investment in the development of new drugs and insecticides just to stay one step ahead of resistance. The world can’t afford that approach.”

04-23-2015Malaria_Net.jpgImage: WHO/PAHO

Malala Yousafzai zum Thema Bildung

„Weltweite Staats- und Regierungschefs müssen diese Dinge wesentlich ernster nehmen. Sie sollten dem Thema ihre volle Aufmerksamkeit schenken und sie sollten dabei an ihre eigenen Kinder denken. Kein Regierungschefs würde es wollen, dass seine eigene Tochter, sein eigener Sohn, keine Bildung erhält, von der Gesellschaft nicht beachtet wird und nicht die gleichen Rechte erfährt wie jeder andere auch."
“The world leaders need to take all these issues more seriously. They need to give it full attention and they should think about their own children. No one leader would want their own daughter, their own son, to be neglected of education, to be neglected in society and not given full rights.”

Malala at the UNImage: UN Photo/Mark Garten

Papst Franziskus über unsere Umwelt und Armut

„Ein selbstsüchtiger und grenzenloser Durst nach Macht und materiellem Reichtum führt zu Missbrauch unserer verfügbaren Ressourcen und zu der Zurückweisung der Schwachen und Benachteiligten."
"A selfish and boundless thirst for power and material prosperity leads both to the misuse of available natural resources and to the exclusion of the weak and the disadvantaged.”

Pope at UNImage: UN Photo/Mark Garten

Generaldirektorin der Weltgesundheitsorganisation (WHO) Dr. Margaret Chan zum Thema Kinderlähmung (Polio)

„Das außerordentliche Engagement und die Anstrengungen, die dazu geführt haben, dass Nigeria nicht mehr auf der Liste [der Länder] steht [in denen Polio vorkommt] muss aufrecht erhalten werden, um Polio weiterhin in Afrika auszurotten. Jetzt geht es darum, die wir die Anstrengungen in Pakistan und Afghanistan unterstützen, so dass sie bald ebenfalls für polio-frei erklärt werden können."
“The outstanding commitment and efforts that got Nigeria off the endemic list must continue, to keep Africa polio-free. We must now support the efforts in Pakistan and Afghanistan so they soon join the polio-free world.”

Ban Ki-moon über nukleare Waffen

„Die Regel gegen nukleare Waffen - die schädlichsten Waffen, die jemals erfunden wurden und die wahrscheinlich wie keine andere Menschenleben kostet - war sieben Jahrzehnte lang stark. Aber die einzige absolute Garantie, dass diese [Waffen] nie wieder zum Einsatz kommen ist durch ihre vollkommende Beseitigung."
“The norm against the use of nuclear weapons – the most destructive weapons ever created, with potentially unparalleled human costs – has stood strong for seven decades. But the only absolute guarantee that they are never used again is through their total elimination."

Phumzile Mlambo-Ngcuka , Direktorin des UN Organs 'UN Women' zum Thema Gleichberechtigung

„Es wird keine echte Gleichberechtigung der Geschlechter geben ohne Einsatz und die Willenskraft, den Status Quo zu ändern. Um bis zum Jahr 2030 alle Formen der Geschlechter-Diskriminierung wirklich zu beenden, überall, muss die gesamte Wirtschaft essentielle Investitionen für eine Geschlechter-Gleichberechtigung verstärken."
“There can be no gender equality without investment and willingness to change the status quo. To make 2030 the expiry date for all forms of gender discrimination, everywhere, all businesses will need to step up essential investments in gender equality.”

09-26-2015Gender_Equality.jpgImage: UN Women/J Carrier

Stellvertretender UN Generalsekretär Jan Eliasson zum Thema Wasser

„Wasser darf niemals ein Grund für Rivalitäten oder aber Konkurrenz sein. Wasser sollte ein Baustein für Kooperation, gemeinsame Sicherheit und Wohlstand sein. Halten wir uns vor Augen dass Wasser die primäre Quelle unseres Lebens ist. Daher ist es im Grund genommen eine existentielle Herausforderung sowie eine moralische Verpflichtung."
“Water must never be a reason for rivalry or competition. Water must be a source of cooperation and of shared security and prosperity. Let us remember that water is our primary source of life. So this is also, fundamentally, an existential challenge and a moral obligation.”

08-27-2015Water_Sanitation.jpgImage: World Bank/Arne Hoel

Hilal Elver, UN Sonderberichterstatterin für das Recht auf Nahrung

„Oftmals lassen sich Reste von giftigen Pestiziden in den Lebensmitteln, die wir konsumieren, finden, was das persönliche Recht eines jeden auf den Zugang von sicheren und gesunden Lebensmitteln stark einschränkt. Vor allem Landwirte und ihre Familien sind hiervon besonders betroffen. Kinder kommen mit hochgradig giftigen Pestiziden bereits durch die Muttermilch in Kontakt. Sofortiger Einsatz ist gefordert. Staaten müssen ihre Methoden der Lebensmittelherstellung dahingehend umstrukturieren, dass diese weniger schädlich und stärker nachhaltig sind, und auch wirklich dazu beitragen, dass alle Menschenrechte umgesetzt werden."
“Often, the residues of these hazardous pesticides are found in the food that we consume and this impedes individual’s right to access safe healthy food. The exposure is particularly serious for farmworkers and their families. Children are exposed to highly hazardous pesticides through their mother’s milk. Urgent action is needed. States must reorient their methods of food production towards systems that inflict less harm, are more sustainable, and truly contribute to the realization of all human rights."