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Umweltschutz

Die Reichsten verbrauchen 20 mal soviel Energie wie die ärmsten Menschen der Welt

Warum das wichtig ist
Obwohl die reichen Bevölkerungsschichten hauptsächlich für die Emission verantwortlich sind, leiden die ärmsten in der Welt am meisten unter den Folgen. Die Vereinten Nationen fordern dazu auf, Emissionen zu reduzieren, um die Klimaveränderungen abzuschwächen und alle Menschen weltweit zu schützen. Hier kannst auch du aktiv werden und uns unterstützen.

Die reichsten zehn Prozent der Weltbevölkerung verbrauchen 20 mal soviel Energie wie die ärmsten zehn Prozent, berichtet BBC News im Zusammenhang mit einer Studie der University of Leeds.

Dabei schwankt der Energieverbrauch sowohl innerhalb von Ländern als auch zwischen ihnen.

Die ärmsten zwanzig Prozent der Einwohner Großbritanniens verbrauchen über fünfmal so viel Energie wie die ärmsten 84 Prozent in Indien, zeigt die Studie der University of Leeds

Ein Blick nach Deutschland: Ganze 40 Prozent der Menschen hierzulande sind unter den Top fünf Prozent, wenn es um den globalen Energieverbrauch geht –  nur zwei Prozent der Chinesen und 0,02 Prozent der indischen Bevölkerung haben einen ähnlich hohen Verbrauch. 

Ergo: Wir müssen deutlich mehr Verantwortung übernehmen, wenn es um die Reduzierung von Emissionen geht. 

Die Unterschiede beim Energieverbrauch kommen größtenteils durch den Verkehrssektor. Die obersten zehn Prozent verbrauchen 187 mal so viel Kraftstoff wie die untersten zehn Prozent, so die Studie. 

Diese Ungleichheit beeinflusst natürlich die Klimapolitik.

“Der Klima Diskurs wird von uns, die stark zu den Emissionen beitragen, gestaltet: Politiker*innen, Geschäftsleute, Journalist*innen und Wissenschaftler*innen”, sagt Professor Kevin Anderson vom Tyndall Centre for Climate Change Research in Manchester den BBC News. “Wenn gesagt wird, wir können den Menschen Steuererhöhungen auf Flüge nicht schmackhaft machen, dann heißt das, dass WIR nicht weniger fliegen wollen.”

“Das gleiche gilt für unsere Autos und die größe unserer Wohnungen. Wir sind davon überzeugt, dass unsere Lebensweise normal wäre – die Zahlen und Fakten sprechen aber dagegen”, fügt er hinzu. 

Die Ungleichheit unterstreicht ein grundlegendes Problem: Obwohl die Klimakrise in erster Linie von den Reichen zu verantworten ist, trifft sie am härtesten voulnerable Bevölkerungsgruppen und Menschen, die in Armut leben. Deshalb ist es entscheidend, dass Regierungen weltweit handeln und Maßnahmen ergreifen, um Emissionen zu reduzieren.

Die Klimaveränderungen werden von den pazifischen Inselstaaten als Krise eingestuft, führen zu viele Hundert Millionen Flüchtlingen und haben bereits jetzt schon hunderte Milliarden Dollar gekostet.