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Fire consumes an area near Porto Velho, Brazil, Friday, Aug. 23, 2019.
Victor R. Caivano/AP
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5 geniale Tech-Innovationen & wie sie den Planeten & Wildtiere schützen


Warum das wichtig ist
Den Planeten vor den Auswirkungen der Klimakrise zu schützen, wird immer wichtiger. Im Global Goal 13 der Vereinten Nationen geht es um Maßnahmen zum Klimaschutz. Technologien, die sich dieser Aufgabe widmen, spielen eine große Rolle. Schließ dich uns an werde zu diesem Thema aktiv

Es ist ein vom Menschen gemachtes Problem, das uns alle angeht: Die Tierwelt ist in den letzten 50 Jahren stark zurückgegangen. Laut Living Planet Report des World Wide Fund For Nature (WWF) sind die Populationen seit 1970 um 68 Prozent geschrumpft. 

Ursache dafür sind hauptsächlich die Abholzung von Wäldern, Wilderei und illegaler Wildtierhandel. Dieser hat Berichten zufolge während der COVID-19-Pandemie weiter zugenommen – trotzdem erwiesen ist, dass der Wildtierhandel eine wesentliche Rolle bei der Verbreitung von Krankheitserregern spielt. 

Zudem führt die globale Erwärmung zu Dürren, Waldbränden, Überschwemmungen und weiteren extremen Wetterereignissen, die einen Verlust der Artenvielfalt zur Folge haben. 

Angesichts dessen sind innovative Lösungen nötig, um den Fortbestand lebender Arten nachzuvollziehen und Umweltveränderungen im Auge zu behalten – und zu lindern. 

Hier sind fünf faszinierende Möglichkeiten, die zeigen, wie Technologie eingesetzt wird, um den Planeten, die Ökosysteme und die Tierwelt zu schützen. 


1. Beobachtung gefährdeter Wildtiere durch Satelliten

Seit Kurzem nutzen Naturschützer Satellitenbilder, um Elefanten zu beobachten. 

Die Elefantenpopulation ist in Teilen Afrikas kontinuierlich zurückgegangen, wodurch sie als gefährdet eingestuft ist. Die asiatische Elefantenpopulation ist in den letzten drei Generationen um 50 Prozent gesunken – und gilt daher als vom Aussterben bedroht.

Wissenschaftler*innen haben angefangen, Elefanten in Afrika zu beobachten und wollen die Satellitentechnologie nutzen, um die bedrohten Tiere auch international im Auge zu behalten.  

Der BBC zufolge stammen die Bilder von einem Satelliten, der 600 km über der Oberfläche des Planeten kreist und diesen beobachtet. Durch diese Technologie können bis zu 5.000 km² Lebensraum der Elefanten erfasst werden. 

Durch maschinelles Lernen — eine Form der künstlichen Intelligenz, die mit Hilfe von Algorithmen eine Analyse erstellt — wird die Anzahl der auf den Satellitenbildern sichtbaren Elefanten gezählt. 

Dr. Olga Isupova, Expertin für künstliche Intelligenz an der University of Bath in Großbritannien, erklärt den Beobachtungsprozess: “Wir zeigen dem Algorithmus Beispiele und sagen ihm: ‘das ist ein Elefant, das ist kein Elefant’. Auf diese Weise können wir die Maschine darauf trainieren, kleine Details zu erkennen, die mit bloßem Auge nicht wahrgenommen werden können.” 

Diese Technologie kann manuelle Beobachtungssysteme, die zur Erhaltung bedrohter Wildtiere eingesetzt werden, erheblich verbessern. 


2. Anti-Wilderei-Sender

Diese Geräte können an einem Halsband oder direkt an einem durch Wilderei gefährdeten Tier angebracht werden. Sie überwachen die Bewegungen des Tieres durch einen Sensor und verfolgen seinen Standpunkt. 

Die Sender werden in den meisten afrikanischen Schutzgebieten genutzt, um Nashörner und andere bedrohte Tiere zu beobachten. Sie senden Informationen über den Aufenthaltsort des Tieres in Echtzeit.

Der Bewegungssensor löst einen Alarm aus, wenn sich das Tier in körperlicher Not befindet. Im Falle der Nashörner kann es erkennen, ob Wilderer versuchen, sein Horn abzutrennen.


3. Künstliche Intelligenz zur Verfolgung von Waldbränden

Waldbrände in Kalifornien, USA, in Queensland, Australien und im brasilianischen Regenwald sind eine Gefahr für die Ökosysteme. Sie  können zudem einen Verlust der Vegetation verursachen und stoßen große Mengen an Luftverschmutzung aus. 

Ein US-amerikanisches Unternehmen namens Descartes Lab hat nun künstliche Intelligenz verwendet, um Waldbrände zu erkennen und zu verfolgen. 

Indem Satelliten alle paar Minuten Bilder aufnehmen, erkennt die Software anhand von Brandindikatoren, wie Rauch- und Wärme-Infrarotsensoren, ob ein Feuer ausgebrochen ist und verfolgt deren Verbreitungsraum. 

Laut CNN Business war die Software in der Lage, Brände schneller zu erkennen als die Feuerwehrleute oder die lokale Bevölkerung in den betroffenen Gebieten. 

Durch solche wichtigen Innovationen können Behörden schnell informiert werden, bevor sich die Brände ausbreiten. Ersthelfer werden frühzeitig darauf aufmerksam gemacht, damit sie schneller zum Einsatzort gelangen können. 

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4. Mit Drohnen Bäume pflanzen 

Die Abholzung der Wälder nimmt als Folge des Klimawandels, der Zerstörung durch Menschen und der globalen Nahrungsmittelproduktion immer mehr zu. 

Die Wiederaufforstung von Bäumen, die durch die Abholzung verloren gegangen sind, ist essentiell, um die weltweiten Kohlenstoffemissionen zu verringern und die Artenvielfalt zu fördern. Drohnen, die Samenkapseln in den Boden schießen, sind mittlerweile zu einer der schnellsten und effektivsten Möglichkeiten geworden, eine große Anzahl von Bäumen zu pflanzen. 

2020 hat das kanadische Unternehmen Flash Forest Drohnentechnologie eingesetzt, um Bäume in einem Gebiet zu pflanzen, das durch einen Waldbrand verwüstet wurde. Flash Forest plant, 40.000 Bäume pro Monat zu pflanzen und will bis 2028 eine Milliarde Bäume gepflanzt haben. 

Nach Angaben des Unternehmens ist der Einsatz von Drohnen zum Pflanzen von Bäumen zehnmal schneller als die manuelle Bepflanzung durch den Menschen.

Sie sind außerdem nicht das einzige Unternehmen, das Drohnen zum Pflanzen von Bäumen nutzt. Es gibt inzwischen eine Reihe globaler Organisationen, die diese Technologie nutzen, um gegen die Abholzung zu kämpfen. 


5. Roboterquallen zum Schutz von Korallenriffen

Korallenriffe sind Strukturen im Ozean, die die Grundlage für dicht besiedelte und vielfältige Ökosysteme bilden. Diese Riffe werden von winzigen Tieren, sogenannten Korallenpolypen, gebaut. 

Leider sind Korallenriffe vielen Gefahren ausgesetzt und können durch die Auswirkungen des Klimawandels, Verschmutzung, nicht nachhaltiger Fischerei und menschliche Eingriffe geschädigt werden.

Erst vor kurzem haben britische Wissenschaftler*innen einen sicheren Weg zur Erforschung gefährdeter Korallenriffe präsentiert: Roboterquallen

Die Roboter wurden durch das Analysieren von Quallen, Tintenfischen und Kraken entworfen und mit einem 3-D-Drucker erstellt. Sie bestehen aus weichem, flexiblem Gummimaterial und nutzen kleine, aber leistungsstarke Propeller zum Schwimmen. 

Sie sollen anstelle von Tauchern eingesetzt werden, um empfindliche Korallenriffe zu beobachten, zu erforschen und in einigen Fällen wiederherzustellen. 

Obwohl diese Technologie bereits in Tanks getestet wurde, muss sie noch im Meer erprobt werden. 

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Diese Innovationen zeigen, dass kreative Ideen und Technologien bei der Erhaltung unseres Planeten einen Beitrag leisten können. Wenn auch du dazu beitragen willst, unsere Artenvielfalt zu erhalten, dann kannst du hier aktiv werden.