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Citizenship

Syrer nehmen terrorverdächtigen Landsmann fest, sagen: das sollte jeder tun

Drei mutige und couragierte syrische Flüchtlinge aus Leipzig haben aktiv dazu beigetragen, dass einer ihrer Landsmänner, ein mutmaßlicher syrischer Terrorist mit dem Namen Dschaber Al-Bakr, in der Nacht von Montag auf Dienstag von der Polizei festgenommen werden konnte. 

Die Geschichte klingt fast wie aus einem tollen Film:

Geheimdienstler in Sachsen finden heraus, dass Dschaber A. im Internet nach Anleitungen zum Bombenbau recherchiert hat und eventuell sogar dabei war, eine Sprengstoffweste zu bauen. Die Polizei reagiert sofort und startet eine Such- und Festnahmeaktion. Ein Fahnundungsfoto wird herausgegeben, zusammen mit einer Beschreibung, die auch ins Arabische übersetzt wird. 


Dschaber A. weiß um seinen Fahnundungsaufruf und versucht, unterzutauchen. Da er nicht zurück in seine Wohnung kann, sucht er nach einem anderweitigen Schlafplatz. Dabei wendet er sich auch an andere Syrer, in der Hoffnung auf Unterstützung. Am Leipziger Bahnhof spricht er auf gut Glück einen fremden Syrer, Mohammed A. an. Mohammed ahnt zunächst nichts und will dem Landsmann helfen und bietet ihm an, bei ihm zu übernachten.

Es dauert allerdings nicht lange, da schöpft Mohammed Verdacht: bei sich in der Wohnung angekommen, sieht er im Internet den auf arabisch verfassten Fahnundungsaufruf der Polizei Sachsen. Heimlich verständigt er zwei seiner syrischen Freunde. Und die Drei wählen eine clevere Strategie: sie verhalten sich gegenüber Dschaber A. völlig unauffällig und bieten ihm einen Platz auf dem Sofa an. 

Dann läuft einer der Drei heimlich zur nächsten Polizeiwache und zeigt ihnen ein Foto vom ihrem 'Übernachtungsgast'. Die anderen zwei überwältigen in der Zwischenzeit Dschaber A. und fesseln ihn mit Stromkabel. Die Polizei reagiert sofort und kurz nach Mitternacht stürmen Beamte die Wohnung und nehmen den mutmaßlichen Terroristen fest.


Diese großartige Aktion und der Mut der drei Syrer wird nun von allen Seiten gelobt, auch von anderen syrischen Flüchtlingen. Sie feiern ihre Landsleute, die sich in ihren Augen genau richtig verhalten und damit bewiesen haben, wie man sich aktiv für Deutschland einsetzen kann und soll. 

In der Zeitung Berliner Morgenpost werden mehrere Syrer aus Leipzig zitiert, die die drei Männer als 'Helden' bezeichnen und sagen: „Jeder sollte in so einer Situation auch so handeln."