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Relatives light candles after burial of three victims of the same family, who died at Easter Sunday bomb blast at St. Sebastian Church in Negombo, Sri Lanka, April 22, 2019.
Gemunu Amarasinghe/AP
Citizenship

Drei Möglichkeiten, wie du Betroffene in Sri Lanka nach den Terroranschlägen unterstützen kannst

Warum das wichtig ist
Die Bombenanschläge in der sri-lankischen Hauptstadt Colombo forderten Hunderte unschuldige Menschenleben. Nun muss die Weltgemeinschaft handeln. Aber auch du kannst aktiv werden, um Betroffenen zu helfen und dich mit Opfern und ihren Familien zu solidarisieren.  

Bei den Bombenanschlägen in Colombo in der vergangenen Woche wurden bis zu 359 Menschen getötet und über 500 Menschen verletzt. Die Anschläge wurden von radikalen islamistischen Gruppierungen geplant und von neun Selbstmordattentätern ausgeführt, die es auf Kirchen, Luxushotels und weitere öffentliche Plätze abgesehen hatten. Ihr verheerender Angriff galt vorwiegend der christlichen Gemeinde, die sich an Ostern zum öffentlichen Gebet zusammengefunden hatte.

Bisher haben Ermittler rund 76 Verdächtige in Gewahrsam genommen. Die Regierung hat zudem mehrere Social Media-Plattformen offline gestellt, um den Fluss an Fehlinformationen einzudämmen und das Risiko zusätzlicher Gewalt zu verringern.

Auch ihr könnt etwas tun, um die Angehörigen der Opfer nach diesen schwerwiegenden Terroranschlägen zu unterstützen. Hier haben wir drei Möglichkeiten zusammengestellt:

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1. Spende an Hilfsorganisationen

Durch die Anschläge haben Tausende Menschen ihre Angehörigen verloren und leiden unter den Folgen der ihnen widerfahrenen Gewalt. Ein Trauma, das viele von ihnen Monate und Jahre nach den Attentaten begleiten wird.

Internationale Hilfsorganisationen wie das Rote Kreuz setzen sich vor Ort dafür ein, diese Menschen mit den nötigen Hilfsgütern und Blutspendeaktionen zu versorgen. Verschiedene Crowdfunding-Projekte bemühen sich darum, Gelder für die gesundheitliche Versorgung von Betroffenen und den Wiederaufbau der zerstörten Infrastruktur bereitzustellen. Zudem tragen lokale Non-Profit-Organisationen entscheidend dazu bei, dass sich die Bevölkerung Colombos und betroffene Gemeinden von dieser Tragödie erholen können.

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2. Werde Freiwillige*r

Wenn du dich zum Beispiel in der Nähe von Sri Lanka aufhältst oder keine Verpflichtungen hast, die an einen Ort gebunden sind: Viele gemeinnützige Hilfsorganisationen wie Volunteer Sri Lanka suchen händeringend nach Freiwilligen, um in den betroffenen Gemeinden Hilfe zu leisten. Das könnte bedeuten, dass du Vorräte auslieferst, Krankenhäuser unterstützt, Kinder unterrichtest oder dich um ältere Menschen kümmerst.

Gerade diese Bereiche können wichtige Schlüsselmomente für die Überwindung eines solchen Traumas für die Bevölkerung darstellen. Daher ist es stets wertvoll, sich über lokale Freiwilligendienste zu informieren, die deine helfende Hand immer gut gebrauchen können.

3. Setz dich für eine pluralistische Gesellschaft ein

Das Attentat von Colombo ist eine drastische Mahnung daran, welche Dimensionen religiöser Fundamentalismus, Vorurteile und soziale Spaltungen in unserer Weltgemeinschaft annehmen können.

In den letzten Jahren waren religiöse Minderheiten in ganz Asien immer wieder schrecklichen Gewalt- und Unterdrückungsfeldzügen ausgesetzt. Als muslimische Minderheit waren die Rohingyas im Staat Rakhine an der Westküste Myanmars zur Flucht gezwungen, nachdem zum Völkermord gegen sie aufgerufen wurde. In China wurden die muslimischen Uiguren von der Regierung zusammengetrieben und in Konzentrationslager verschleppt. Und auch in Indien hat die hinduistische Mehrheit regelmäßig die Gewalt gegen die muslimische Bevölkerung des Landes geschürt.

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Aber diese Entwicklungen betreffen nicht nur Asien. Von Brasilien über die Vereinigten Staaten bis hin zu Italien und dem Irak: Die Diskriminierung von Menschen aufgrund ihrer Hautfarbe oder ihres Glaubens findet immer noch weltweite Verbreitung und wird oft zusätzlich durch Online-Hassreden angeheizt.

Indem du Toleranz und Pluralismus förderst, kannst du dazu beitragen, dem Hass entgegenzuwirken. Das geht auch online – indem du Menschen, die Fehlinformationen oder voreingenommene Sichtweisen verbreiten, mit Fakten widerlegst. Oder religionsübergreifenden Gruppen beitrittst, die sich darauf konzentrieren, Brücken zwischen den unterschiedlichen Gemeinden zu bauen.