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Gesundheit

Schutzschild gegen Corona: Das sind die finanziellen Hilfen der Bundesregierung

Warum das wichtig ist:
Die Coronavirus-Epidemie beweist einmal mehr, dass Krankheiten keine Grenzen kennen. Um die Folgen für die globale Gesundheit einzudämmen und die Forschung voranzutreiben, ist es entscheidend, dass Regierungen ihrer Verantwortung in der Welt nachkommen. Werde hier zusammen mit uns gegen das Coronavirus aktiv.

Noch können wir nicht wissen, wie lange sich das öffentliche Leben durch das Coronavirus einschränken wird. Was wir allerdings sicher wissen, ist, dass die derzeitige Epidemie Folgen für die Wirtschaft und für die globale Gesundheit haben wird.

Um diese Folgen bestmöglich einzuschränken, hat die Bundesregierung ein milliardenschweres Hilfspaket erlassen. Das Bundesfinanzministerium (BMF) zeigte sich zuversichtlich, der Corona-Krise finanziell standhalten zu können. “Wir haben die finanzielle Kraft, die Auswirkungen der Coronavirus-Epidemie zu bewältigen”, heißt es in einer kürzlich veröffentlichten Pressemitteilung.

Die wichtigsten Investitionen im Gesundheitsbereich

Die aktuelle Strategie im Kampf gegen das Coronavirus lautet: Zeit gewinnen. Denn damit Gesundheitssysteme der Belastung standhalten können und die Herstellung eines Impfstoffs vorangetrieben werden kann, zählt jeder Tag. Dass die Gesundheit nun an vorderster Stelle steht, hat auch die Bundesregierung erkannt und dem Bundesgesundheitsministerium zusätzlich eine Milliarde Euro bewilligt. Ein Großteil dieses Geldes soll in die Beschaffung von medizinischer Schutzausrüstung und in die Arbeit des Robert-Koch-Instituts fließen.

Zudem erhält das Bundesministerium für Forschung und Bildung 145 Millionen Euro, unter anderem für die Entwicklung eines Impfstoffs. Der Großteil des Geldes – genauer 140 Millionen Euro – geht an die Coalition for Epidemic Preparedness Innovations (CEPI).

Weitere 80 Millionen gibt die Bundesregierung zudem an die Weltgesundheitsorganisation (WHO), um Gesundheitssysteme weltweit zu stärken. Drei Millionen davon sollen an den im Kampf gegen das Coronavirus eingerichteten Notfallfonds der WHO gehen, wie die Deutsche Vertretungen in Genf auf Twitter bekannt gab.

Die wichtigsten Investitionen in die Wirtschaft

Die Coronavirus-Epidemie trifft vor allem kleine und mittelständische Unternehmen, sowie Selbstständige. Das Bundesfinanzministerium verkündet daher, Gelder in Milliardenhöhe bereitzustellen, um Arbeitsplätze zu schützen. Dafür hat es sich mit dem Bundeswirtschaftsministerium auf ein gemeinsames Maßnahmenpaket geeinigt.

Diese Maßnahmen umfassen steuerliche Liquiditätshilfe für Unternehmen und sollen einen flexiblen Umgang mit dem Kurzarbeitergeld ermöglichen. Selbständigen soll der Zugang zu zinsgünstigen Krediten bei der staatlichen KfW-Bankengruppe erleichtert werden. Zudem strebt das BFM eine enge europäische Zusammenarbeit an und unterstützt das Vorhaben der Europäischen Kommission, eine “Corona Response Initiative“ mit einem Volumen von 25 Milliarden Euro aufzustellen.

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Jetzt kommt es auf Regierungen und uns alle an

In ihrer Rede an die Nation vom 18. März sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel: “Es ist ernst. Nehmen Sie es auch ernst.” Sie rief alle Bürger*innen dazu auf, sich an die öffentlichen Maßnahmen zu halten.

Diese Mahnung gilt nicht nur für Deutschland, sondern für Regierungen weltweit. Denn um dieser ernsten Situation gerecht zu werden, müssen wohlhabende Länder jetzt in Gesundheit weltweit investieren und auch nach der Corona-Krise Gesundheitssysteme nachhaltig fördern.

Das bedeutet, schon jetzt die richtigen Lehren aus der derzeitigen Bedrohung zu ziehen – und Menschenleben weltweit in Zukunft stärker durch Investitionen in Gesundheit zu schützen.