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Umweltschutz

Für die Umwelt: Aktivist trägt seinen Müll einen Monat lang durch ganz New York

Rob Greenfield in New York. Foto via inhabitat.com

Dürfen wir vorstellen: Das ist Rob Greenfield, selbst ernannter „Abenteurer, Aktivist und Typ, der was verändern will”. Und das, was er verändern will, ist nichts geringeres als die Menschheit davon zu überzeugen, weniger Lebensmittel zu verschwenden und die Armut auf der Welt zu beenden. Dafür hat er schon zweimal die Vereinigten Staaten auf einem Fahrrad durchquert, in einem 5m²-Haus ohne Strom gelebt und all sein Einkommen an Hilfsorganisationen gespendet.

Jetzt hat sich Rob etwas neues in den Kopf gesetzt: 30 Tage lang wird er jedes einzelne Stück Müll, das er produziert, sammeln, sichtbar an seinem Körper tragen und damit durch New York laufen.

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Aber warum macht Rob das Ganze? „Sobald wir unseren Müll wegschmeißen, denken wir nicht mehr weiter darüber nach. Aus den Augen, aus dem Sinn. Aber so ist es nicht. Der Müll ist ja immer noch da. Deshalb werde ich einen ganzen Monat lang jedes einzelne Stück Müll sammeln und zeigen, wie viel Müll jeder von uns in so kurzer Zeit produziert”, erklärt er.

Und mit jedem einzelnen Stück, meint er wirklich jedes einzelne Stück: Jeder Flyer, jede Plastiktüte, jede Serviette. Alles, was ihm angeboten wird, wird er annehmen. Rob wird in dem Monat auch wie ein Durchschnittsamerikaner shoppen, damit er genau so viel Müll produziert wie der Durchschnitt, nämlich 2 Kilogramm pro Tag. Das sieht vielleicht auf den ersten Blick nicht viel aus, aber bei 324.704.000 Amerikanern wird ein Müllberg von 649.408.000 Kilogramm produziert! PRO TAG! Und das in nur einem Land! Das ist zuviel.

Overflowing BinÜberquellender Mülleimer. Foto von oatsy40.

„Wohin du auch gehst, überall heißt es nur: kaufen, kaufen, kaufen. Das ist schrecklich. Wenn man wirklich umweltfreundlich leben will, muss man sich in Amerika schon ganz schön anstrengen”, sagt Rob in einem Interview.

Um den Menschen in New York also klar zu machen, wie es aussieht, täglich 2 Kilogramm Müll zu produzieren, hat er einen Anzug mit angebrachten, durchsichtigen Tüten entwickelt, durch die jeder sehen kann, was er in dem Monat konsumiert hat.

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Auf eine Sache wird Rob allerdings in diesem Monat verzichten: auf seinen Biomüll. Der würde nach einem Monat doch zu sehr riechen. Jeden Abend wird er den Biomüll abwiegen und mit Reis ersetzen. Alles andere wird er normal sammeln und mit sich durch New York City tragen.

Robs Idee, seinen ganzen Müll einen Monat mit sich durch die Stadt zu schleppen, um zu zeigen, wie hoch der Müllberg ist, den jeder im Durchschnitt produziert, mag radikal sein, aber auch genauso wirkungsvoll. Denn zu schnell vergessen die Menschen, wie sehr der Umwelt durch so viel Abfall geschadet wird. Die Industrie aber auch jeder Einzelne muss umdenken und die Wegwerfmentalität endlich stoppen. Ein Hoch auf Menschen wie Rob, die uns das immer wieder im wahrsten Sinne des Wortes vor Augen führen.