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Umweltschutz

Irland will 440 Millionen Bäume pflanzen, um die Klimakrise zu bekämpfen

Warum das wichtig ist
Den Klimawandel auszubremsen, ist eine der wichtigsten Aufgaben unserer Zeit. Die Wiederaufforstung von Wäldern könnte ein guter Weg sein, um den Klimawandel und seine Auswirkungen einzudämmen. Hier könnt ihr mit Global Citizen für Umweltschutz kämpfen. 

In diesen Tagen, in denen der Amazonas Regenwald in Flammen steht, ist ein guter Zeitpunkt für positive Nachrichten in Sachen Umwelt. 

Mehr als 8.000 Kilometer entfernt stellt sich die Republik Irland den Herausforderungen des Klimawandels mit einem neuen Klimaschutzplan: Bis 2040 sollen jedes Jahr 22 Millionen Bäume gepflanzt werden.

Insgesamt plant Irland, in zwei Jahrzehnten 440 Millionen Bäume zu pflanzen, um den Kampf gegen die Klimakrise zu unterstützen, so die Irish Times. Das sind mehr als 60.000 Bäume pro Tag  – oder rund 14 Bäume in der Zeit, in der du diesen Artikel liest. 

Irland kündigte seinen Klimaplan erstmals im Juni an und versprach, 8.000 Hektar neues Waldland pro Jahr zu schaffen. Es war zunächst jedoch nicht klar, wie viele Bäume auf dieser Fläche gepflanzt würden. Am Samstag wurden neue Zahlen verkündet.

"Der Klimaschutzplan beabsichtigt, die Anpflanzungen in der Forstwirtschaft und der Bodenbewirtschaftung auszuweiten, um sicherzustellen, dass von 2021 bis 2030 und in den darauf folgenden Jahren CO2-Emissionen vermieden werden", sagte ein Sprecherin des Ministeriums für Kommunikation, Klimaschutz und Umwelt der Irish Times.

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Wissenschatler*innen stellten im Juni in einer Studie fest, dass Bäume anzupflanzen eine der besten Möglichkeiten ist, um der Atmosphäre Kohlendioxid zu entziehen. Insbesondere in Gebieten, in denen zuvor Wälder zerstört wurden, kann so der Klimawandel ausgebremst werden. 

Die irische Regierung gab bekannt, dass 70 Prozent Nadelbäume und 30 Prozent Laubbäume angepflanzt werden sollen – darunter Eichen-, Buchen- oder Bergahornbäume.

Für jeden Hektar – hauptsächlich bestehendes Ackerland – werden 2.500 Nadelbäume oder 3.300 Laubbäume gepflanzt. Das ist jedoch eine Herausforderung, da die Landwirt*innen bereit sein müssen, ihr eigenes Land zu bepflanzen.

Die Regierung startet daher landesweit Veranstaltungen, um die Gemeinden zu ermutigen, mitzumachen. Im Juli hieß es, die Bekämpfung der Klimakrise gehe jede*n etwas an. 

Bäume nehmen Kohlendioxid aus der Atmosphäre auf. Die Anpflanzen von Bäumen gilt daher allgemein als ein gutes Mittel, um die schädlichen Auswirkungen der ständig zunehmenden Treibhausgase, die sich in der Atmosphäre ansammeln und den Planeten erwärmen, umzukehren.

Die Umweltschutz-Gruppe Extinction Rebellion schrieb auf Twitter, dass die Initiative zum Bäumepflanzen “kein Ersatz für die Diversität und Anpassungsfähigkeit für Renaturierung sein kann” – das bedeutet, dass große Teile Großbritanniens zum Schutze der Sumpf- und Feuchtgebiete wieder zu ihrem natürlichen Zustand zurückkehren sollen.

Schottlands, gab im Juni dieses Jahres bekannt, dass es sein “Pflanzziel” zum ersten Mal erreicht hat: 2018 wurden 22 Millionen Bäumen auf 11.200 Hektar Land gepflanzt.

Schottland hat damit mehr Bäume gepflanzt als im Rest von Großbritannien gepflanzt wurden. Irland möchte das nun toppen.

England hingegen blieb im vergangenen Jahr 71 Prozent hinter seinem offiziellen Ziel zurück.

Irland hat allerdings Konkurrenz. Berichten zufolge hat Äthiopien am 29. Juli in nur 24 Stunden 353 Millionen Bäume gepflanzt. Obwohl diese Zahl offenbar nicht als Guinness Weltrekord eingereicht wurde, liegt sie weit über dem aktuellen Rekord von 50 Millionen Bäumen, die Indien 2016 an einem einzigen Tag gepflanzt hat.

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Es war Teil eines 1,2 Milliarden Euro teuren Projekts, von dem die äthiopische Regierung hofft, dass bis Oktober dieses Jahres 4,7 Milliarden Bäume gepflanzt werden.

Knapp ein Viertel der 105 Millionen Einwohner Äthiopiens soll sich an diesem Tag freiwillig gemeldet haben. Es gibt jedoch einige Zweifel innerhalb des Landes, ob die Initiative so erfolgreich war, wie berichtet.

Irland will bis 2050 nicht mehr Treibhausgase emittiert, als es aus der Atmosphäre entfernt. Zu dem sogenannten “Netto-Null-Ziel” bis 2050 hat Großbritannien sich im Juni rechtsverbindlich verpflichtet – Schottland strebt das Ziel schon bis 2045 an. 

Irland prüft zudem Ideen wie eine Kohlendioxidsteuer und will bis 2030 eine weitere Million Elektroautos anschaffen, um auf “Null” zu kommen. 

Irlands Bestreben ist ein Vorbild für andere Länder. Denn nur wenn die Menschheit es schafft, die Emissionen schnell zu reduzieren und neue Wege zu gehen, können wir den Klimawandel aufhalten.