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Protesters march through downtown Sacramento, Calif. in memory of George Floyd, June 1, 2020.
Rich Pedroncelli/AP
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Rassismus und Diskriminierung: Warum wir jetzt nicht schweigen dürfen

In den USA und Ländern weltweit ziehen in diesen Tagen zehntausende Menschen durch die Straßen, um gegen den brutalen Mord an dem schwarzen US-Amerikaner George Floyd zu protestieren. Was ein Video des Ereignisses bereits befürchten ließ, wurde nun durch eine zweite unabhängige Autopsie bestätigt: Floyd wurde während eines Polizeieinsatzes in Minneapolis, Minnesota, durch einen weißen Polizisten erstickt.

Während sich die Protestant*innen und viele Menschen weltweit darüber einig sind, dass dieser Mord Ausdruck von Rassismus ist, steht die offizielle Bewertung des Motivs durch das US-amerikanische Rechtssystem noch aus. Der öffentliche Druck hat dazu beigetragen, dass sich nun auch drei weitere Polizisten, die an dem Einsatz beteiligt waren, wegen Mittäterschaft vor der Staatsanwaltschaft in Minnesota verantworten müssen.

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Der Mord an George Floyd hat den historisch gewachsenen und bis heute nicht überwundenen Rassismus in den USA wieder in die öffentliche Aufmerksamkeit katapultiert. Dieser Rassismus äußert sich jeden Tag – in Form von Polizeigewalt gegen Afroamerikaner*innen, in Form von sozialer und wirtschaftlicher Ungleichheit und Diskriminierung. Was die Proteste zusätzlich befeuert, ist die wachsende wirtschaftliche Rezession und steigende Arbeitslosigkeit in den USA durch die Coronavirus-Pandemie.

Zudem kommt durch die Pandemie die bestehende Ungleichheit in der Gesundheitsversorgung besonders deutlich zutage. Die Zahlen in mehreren Städten in den USA zeigen, dass People of Colour und afroamerikanische Gemeinden überproportional gefährdet sind, an COVID-19 zu erkranken oder zu sterben.

Die Gründe für diese unverhältnismäßig hohen Opferzahlen sind vielseitig. Der fehlende Zugang zu Gesundheitsversorgung, Armut und wirtschaftliche Einschränkungen gehören dazu. Um für Gleichheit in der Gesundheitsversorgung zu sorgen und um die Auswirkungen der Pandemie für alle Menschen abzuschwächen, müssen wir sicherstellen, dass künftige Impfstoffe und Behandlungsmethoden auch für alle zugänglich und erschwinglich sind. Ohne diesen gerechten Zugang wird es immer Menschen geben, die zurückgelassen werden. So lange es Menschen gibt, die sich nicht vor dem Virus schützen können, ist das Ende dieser Pandemie nicht in Sicht.

Um Rassismus und Diskriminierung abzubauen, müssen und können wir alle aktiv werden. Denn damit jeder Mensch, überall, sein Recht auf Gesundheit, auf Gerechtigkeit, auf Chancengleichheit und ein Leben in Sicherheit wahrnehmen kann, braucht es eine Gemeinschaft, die diese Grundrechte vertritt. Jeden Tag und weltweit.