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Umweltschutz

Philippinische Student*innen sollen zum Abschluss jeweils 10 Bäume pflanzen – per Gesetz!

Warum das wichtig ist
Die Abholzung von Wäldern beschleunigt den Klimawandel, vertreibt indigene Völker und zerstört den natürlichen Lebensraum vieler Pflanzen und Tiere. Die Philippinen traf es in den vergangenen Jahren besonders schwer. Durch illegale Abholzungen und eine nachlässige Umweltschutzpolitik haben die Wälder schwere Schäden erlitten. Das will die Regierung nun ändern und setzt bei der Bekämpfung des Klimawandels auf Student*innen. Hier kannst du mit uns für den Klimaschutz aktiv werden.

Um ihr Studium abzuschließen, müssen Student*innen auf den Philippinen in Zukunft eine zusätzliche Prüfung ganz besonderer Art absolvieren: Ein neues Gesetz soll Absolvent*innen von Grundschulen, Gymnasien und Universitäten dazu verpflichten, vor ihrem Abschluss mindestens 10 Bäume zu pflanzen.

Das am 15. Mai verabschiedete Gesetz "Graduation Legacy for the Environmental Act" zielt darauf ab, der verbreiteten Abholzung entgegenzuwirken und den jüngeren Generationen mehr Umweltbewusstsein zu vermitteln.

“Mit mehr als zwölf Millionen Grundschüler*innen, rund fünf Millionen Abiturient*innen und jährlich bis zu 500.000 Hochschulabsolvent*innen, wird diese Initiative bei erfolgreicher Implementierung dazu beitragen, dass jedes Jahr mehr als 175 Millionen Bäume gepflanzt werden“, sagte der Abgeordnete Gary Alejano, Hauptinitiator des Gesetzes, in einer Erklärung.

Das Bildungsministerium und die Kommission für Hochschulbildung sind für die Umsetzung und Überprüfung der Einhaltung des neuen Gesetzes verantwortlich. “Mithilfe dieser Initiative könnten im Zuge einer Generation 525 Milliarden neue [Bäume] entstehen", sagte Alejano.

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Die neue Gesetzgebung ist Teil umfassenderer Bemühungen der philippinischen Regierung, die Auswirkungen des Klimawandels durch Maßnahmen zur Wiederaufforstung zu bekämpfen.

Auf den Philippinen schreitet die Zerstörung der Wälder schneller voran als in den meisten anderen Ländern der Welt. Die Gesamtwaldfläche des Landes ist von 70 auf 20 Prozent gesunken. Das liegt vor allem an der zunehmenden illegalen Abholzungen in nicht freigegebenen Waldgebieten.

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Die durch Abholzung zunehmende Bodenerosion und die landwirtschaftliche Verbreitung von Monokulturen hat zudem zu einer landesweiten Nahrungs- und Wasserknappheit geführt.
Ohne den Schutz der Wälder und durch das häufige Auftreten von Taifunen sind Erdrutsche auf den Philippinen zudem keine Seltenheit mehr.

Laut CNN sollen die neuen Bäume vor allem in den Mangroven und anderen Wäldern, Schutzgebieten, Militärarealen, auf verlassenden Grundstücken und ausgewählten städtischen Geländen gepflanzt werden. Die jeweilige Baumart soll dabei variieren und auf die Begebenheiten vor Ort abgestimmt werden.