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Umweltschutz

Sogar beim Biertrinken kann man jetzt die Umwelt schützen - so geht's!

Deutschland trägt sicherlich zurecht den Ruf einer Biernation, dabei sind andere Europäer - ach, eigentlich der Rest der Welt - dem Bier ebenfalls nicht abgeneigt. Seit Jahren nehmen zum Beispiel die Zahlen der Brauereien in den USA oder Österreich immer weiter zu. Bier scheint der Menschheit einfach gut zu schmecken (keine wirkliche Überraschung).

Wenn man also auf sein kühles Blondes nicht verzichten und trotzdem die Umwelt schützen möchte, dem können die folgenden Tipps dabei helfen, den Bierkonsum noch umweltfreundlicher zu gestalten.

1. Nachhaltige Brauereien

Seit einigen Jahren geht der Trend weg von großen Massenbrauereien hin zu Mikro- bzw. Handwerksbrauereien, die hochwertiges Craft Bier mit wesentlich niedrigerer Herstellungsmenge brauen. Und weil die Brauereien weniger auf Masse sondern mehr auf Qualität setzen, machen sich immer mehr Bierbrauer Gedanken, wie die Bierherstellung nachhaltiger werden kann. In den USA zum Beispiel sticht die New Belgium Brewery hervor, deren Brauerei ausschließlich durch erneuerbare Energien versorgt wird. Ein weiteres tolles Beispiel ist die Sierra Nevada Brewery Company, die ihr wertvolles Bier mit dem Zug durch das Land schickt. So ist der Transport 50% effizienter als mit dem LKW.

Man kann aber auch hierzulande auf nachhaltige Bierbrauereien stoßen! Eine davon ist etwa die oberpfälzische Öko-Brauerei „Neumarkter Lammsbräu”, die ausschließlich Rohstoffe aus ökologischem Anbau für ihr Bier benutzt. Und auch Österreich muss nicht weit suchen, um Bier nachhaltiger zu konsumieren: die älteste Tiroler Brauerei hat vor drei Jahren eine neue Braustätte errichtet, die sich ein raffiniertes Energiekonzept ausgedacht hat, um die Wärme, die beim Brauen produziert wird, gleich mehrfach zu nutzen. 

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2. Lieber Bier statt Hochprozentiges

Studien nach zu urteilen, verbraucht die Herstellung von Bier weniger Energie als die Herstellung von hochprozentigem Alkohol. Und nicht nur das: Bierbrauen verbraucht auch noch weniger Wasser! Um nachhaltig Alkohol zu trinken, sollte man also vor allem auf Rum und Tequila verzichten, denn diese beiden sind die schlimmsten Umweltsünder, wenn es um alkoholische Getränke geht.

3. Entscheid dich für's Fass

Steht eine größere Feier an, sollte man sich für ein Bierfass statt mehrerer Bierkästen entscheiden - denn häufig sind die größeren Fässer wiederverwendbar. Die so gennanten Keg-Fässer sind aus Edelstahl und können ganze 15-20 Jahre genutzt werden. Zudem sind die Fässer leichter als Glas und verbrauchen deshalb auf ihrem Transport weniger Energie.

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4. Kölsch in Köln, Weißbier in München, ...

Okay, wenn man in Köln ist, muss man nicht zwingend Kölsch trinken (sollte man aber) - Punkt ist: wo immer man sich aufhält, sollte man ruhig zum lokalen Bier greifen. Vor allem mit den überall aus dem Boden schießenden Mikrobrauereien hat man inzwischen eine echt große und interessante Auswahl. Denn so ein vor Ort gebrautes Bier muss nicht erst lange Transportwege zurücklegen und hat einen dementsprechend kleineren ökologischen Fußabdruck als sagen wir ein aus dem Ausland importiertes Bier. Ach ja, und neben dem Fass sind Glasflaschen übrigens umweltfreundlicher als Dosen.  

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5. Eis gefällig?

Die 'New Belgium Brewery Company' hat sich mit dem Eishersteller Ben & Jerry’s zusammengetan, um gemeinsam ein „Eis-Bier” zu produzieren, das gleichzeitig auch noch nachhaltig sein soll. Noch dieses Jahr will New Belgium das „Chocolate Chip Cookie Dough Ale” auf den Markt bringen - vorerst allerdings nur in den USA. Nichtsdestotrotz ist die Idee, die dahintersteckt, nicht verkehrt: Die Verkaufserlöse sollen an die gemeinnützige Organisation „Protect our Winters” gespendet werden. „Protect our Winters” hat es sich zur Aufgabe gemacht, Kinder und Jugendliche über den Klimawandel und dessen Folgen zu unterrichten. Entscheidet man sich also für das Chocolate Chip Cookie Dough Ale, tut man beim Genießen des Bieres auch noch etwas Gutes.


Bierbrauereien haben mittlerweile erkannt, dass sie beim Herstellen ihres Biers eine Verantwortung gegenüber der Umwelt tragen. Immer mehr entscheiden sich daher, ihr Bier nachhaltiger herzustellen. Und die Konsumenten können mit ihrer Entscheidung, sich bewusst für nachhaltige Biermarken zu entscheiden, ihr Übriges tun und diesen Trend unterstützen. In dem Sinne: Prost!