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Bildung

Trefft den Mann, der die Malala-Dokumentation gedreht hat

Man muss Malala einfach lieben. Das Mädchen aus Pakistan hat uns alle ins Staunen versetzt, als sie der Taliban den Kampf ansagte, zur jüngsten Friedensnobelpreisträgerin gekürt wurde und jetzt die Welt bereist, um sich für Bildung für Mädchen einzusetzen.
(wer immer noch kein Malala-Fan ist, der kann sich gerne mal diesen Artikel hier durchlesen: 15 Momente, in denen Malala es schlichtweg auf den Punkt gebracht hat.)   

Bei den ganzen Errungenschaften kann man manchmal vergessen, dass Malala noch ein Teenager ist. Und wie die meisten Teenager muss sie Hausaufgaben machen, schwärmt für Filmstars und neckt ihre jüngeren Geschwister - natürlich nur wenn sie nicht gerade irgendwelche wichtigen Politiker trifft.

Neugierig, wie Malalas Leben wohl aussehen mag? Dann gibt es hier die passende Antwort: ein Dokumentarfilm, der den passenden Namen Malala - Ihr Recht auf Bildung trägt, zeigt Einblicke in Malalas Leben. Gedreht wurde das ganze von niemand Geringerem als Davis Guggenheim (auch bekannt für Al Gores Dokumentarfilm Eine unbequeme Wahrheit). Und ich sag nur soviel: die ersten Oscar-Gerüchte machen die Runde.

Ich hatte die großartige Gelegenheit, Davis in New York zu treffen und mit ihm darüber zu sprechen, wie der Film zustande kam und welche Erfahrungen er dabei gemacht hat. Das Video oben gibt einen ersten Eindruck, unten findet ihr das Interview in voller Länger (5min) oder aber auf YouTube!

Besonders beeindruckt war ich von Davis Aussage, wie der Film seine Sichtweise auf den Islam verändert hat. Malala und ihre Familie sind gläubige Muslime und der Film zeigt, wie gerade dieser Glaube es ihnen ermöglicht hat, über den Anschlag der Taliban auf Malala hinwegzukommen und sogar den Tätern zu vergeben. Ich finde, nach den schrecklichen Anschlägen in Paris ist es um so wichtiger, dass Menschen wie Malala uns daran erinnern, dass der Islam nichts mit dem Extremismus, den wir in den Nachrichten erleben, zu tun hat.

Hier ist das ganze Interview!