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Umweltschutz

Malaysia schickt illegalen Plastikmüll zurück in seine Herkunftsländer

Warum das wichtig ist
Plastikmüll ist nicht biologisch abbaubar und wird oftmals nicht angemessen recycelt. Das führt zu überfüllten Mülldeponien und mit Müll verseuchten Gewässern. Da sich die Kunststoffproduktion in den kommenden Jahrzehnten noch steigern wird, muss die Weltgemeinschaft nachhaltigere Alternativen und Lösungen für die Plastikflut finden. Nur so kann das ökologische Gleichgewicht unseres Planeten und aller Lebewesen, die ihn bewohnen, garantiert werden. Setze dich hier mit uns für eine nachhaltigere Zukunft ein.

Malaysia ist entschlossen: Über 3.000 Tonnen kontaminierte, nicht recycelbare Kunststoffabfälle werden in die Länder zurückgeschickt, die sie verursacht haben. Das gab Umweltministerin Yeo Bee Yin im Mai diesen Jahres bekannt.

“Malaysia weigert sich, zur Müllhalde dieser Welt zu verkommen … und schlägt jetzt zurück. Nur weil wir ein kleines Land sind, lassen wir uns nicht von Industrieländern niedermachen“, sagte sie der Presse.

Wie Yeo darlegte, wurden 60 Container mit verschmutztem Plastikmüll in das Land geschmuggelt und auf ihrem Weg zu illegalen Recyclinganlagen beschlagnahmt. Zehn dieser Container wurden bereits wenige Wochen nach dem Fund in ihre Herkunftsländer zurückgeführt.

Jedes Jahr werden 300 Millionen Tonnen Plastikmüll produziert, wovon der Großteil auf Deponien landet. Das 14. nachhaltige Entwicklungsziel der Vereinten Nationen legt dar, dass wir bis 2025 jegliche Art von Meeresverschmutzung verhindern müssen. Gerade Unternehmen können einen großen Beitrag zum Schutz der Meere leisten, indem sie innovative Lösungen entwickeln, um Plastikverpackungen zu vermeiden.

Während einer offiziellen Pressekonferenz zeigte Yeo, welche Art von Müll in den Containern gefunden wurde: Kabel, dreckige Verpackungen, CDs und andere Elektro- und Haushaltsabfälle. Während Malaysia den eigenen Plastikmüll in dafür vorgesehenen Anlagen recycelt, können solche Gegenstände vor Ort nicht verarbeitet werden. Die Abfälle stammen aus Ländern wie den USA, Großbritannien, Kanada, Australien, Bangladesch, Japan, Saudi Arabien und China.

Bei dem Müll aus China nimmt Yeo an, dass dieser aus anderen Ländern wie Frankreich kommen könnte und nach Malaysia umgeleitet wurde, nachdem China sich vergangenes Jahr für ein Verbot importierter Kunststoffabfälle ausgesprochen hatte.

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Damit zählt Malaysia mit Thailand, Vietnam und Indonesien nun zu den Entwicklungsländern, die den Müll der Welt schlucken müssen. “Das ist wahrscheinlich nur die Spitze des Eisbergs nach Chinas Importstopp von Plastikmüll“, sagte Yeo.

2018 wurde in den ersten sieben Monaten bereits die doppelte Menge an Plastikmüll aus den USA nach Malaysia exportiert, wie im gesamten Jahr davor. Yeo erklärte, dass britische Recyclingfirmen allein in den letzten zwei Jahren über 1000 Container mit 55.000 Tonnen Plastikmüll in das kleine Land gebracht hätten.

Fünf dieser Container sind Anfang Juni zurück nach Spanien geschickt worden, nachdem man sie im Hafen beschlagnahmt hatte.

“Wir fordern die Industrieländern dieser Welt dazu auf, ihre Entsorgungsstrategien von Kunststoffen zu überarbeiten und den Export ihrer Abfälle in Entwicklungsländer zu stoppen“, betonte Yeo.

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Mit der Ankündigung, sich gegen die Müllflut aus anderen Ländern zu wehren, ist Malaysia nicht das erste asiatische Land, dass sich wehrt. Kurz zuvor hatten die Philippinen Kanada aufgefordert, ihre nicht-recycelbaren Abfälle wieder zurückzunehmen. Diese wurden über viele Jahre hinweg nach Südostasien ausgelagert.

Diese losgetretene Kettenreaktion zeigt die globale Dimension des Plastikmüllproblems. Am 10. Mai haben mehr als 180 Regierungen zugestimmt, Kunststoffe dem Baseler Umweltabkommen, das den internationalen Transport gefährlicher Abfälle regelt, hinzuzufügen.

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Die Malaysische Regierung ist entschlossen, den Import jeglichen Plastikmülls bis 2021 zu eliminieren, so die Reuters Foundation. Dafür hat das Land bereits am 24. April eine eigene Sondereinheit ins Leben gerufen, die den illegalen Import von Kunststoffen bekämpfen und gegen Recyclinganlagen vorgehen soll, die ohne gültige Lizenzen arbeiten und umweltschädliche Entsorgungsmethoden anwenden. Seit vergangenem Juli hat die Regierung so mehr als 150 illegale Verarbeitungsbetriebe bereits stillgelegt.