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Frauenrechte

Malala spricht über Pläne, die nächste Premierministerin Pakistans zu werden

Mit gerade einmal 19 Jahren hat sie den Friedensnobelpreis und ihr Namen wird in die Geschichtsbücher eingehen als Symbol für den Kampf um mehr Rechte für Mädchen und Frauen weltweit. Malala Yousafzai ist eine großartige, inspirierende und mutig Persönlichkeit und Vorbild vieler Menschen.

Jetzt hat die junge Frau ein neues Ziel ins Auge gefasst: sie will Premierministerin ihres Heimatlandes Pakistan werden. Laut Gulf News, hat Malala die Absicht vergangenen Mittwoch auf einer Konferenz in den Vereinigten Arabischen Emiraten noch einmal bekräftigt.
Sie sagte, dass sie mit der Vorstellung aufgewachsen sei, dass Mädchen nur Ärztinnen, Lehrerinnen oder Hausfrauen werden können.

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„Als ich aber von all den anderen inspirierenden Frauen hörte, habe ich meinen Berufswunsch noch einmal überdacht. Benazir Bhutto war zweimal die Premierministerin Pakistans. Ich habe von herausragenden Athletinnen gehört, von Frauen, die ins Weltall geflogen sind, von Künstlerinnen und weiblichen Unternehmerinnen… Erst danach habe ich erkannt, welches Potential in jeder Frau steckt. Ich habe erkannt, dass ich alles in meinem Leben erreichen kann”, sagt Malala.

„Ich möchte keine Ärztin mehr werden, sondern in Benazir Bhuttos Fußstapfen treten und die nächste Premierministerin Pakistans werden.”

Malala erlangte weltweite Berühmtheit, nachdem sie 2012 einen Mordanschlag der Taliban überlebte. Denn bereits in der Zeit vor dem Angriff setzte Malala sich seit Jahren für die Bildung in ihrem Land ein, schrieb Artikel für den britischen Sender BBC und gewann 2011 einen nationalen Friedenspreis.

Weil sie dadurch immer bekannter wurde, wurden auch die Taliban auf die junge Friedensaktivistin aufmerksam. In den Augen der Taliban sollte der Angriff auf Malala sie so schwer verletzen oder gar töten, dass andere davon abgeschreckt werden und davon absehen, sich wie Malala für Bildung in Pakistan einzusetzen.

Aber es schreckte niemanden ab. Am allerwenigsten Malala selbst. Sie erholte sich von der wenn auch schweren Schusswunden und wurde zu einer der international bekanntesten Verfechterinnen von Bildung und Gleichberechtigung für Mädchen. Nur dank ihrem Einsatz und den Druck, den sie ausgeübt hat, wurde in Pakistan ein neues Gesetz verabschiedet, das jedem Mädchen Bildungschancen garantiert.

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Malala versprach auf der Konferenz in den Vereinigten Arabischen Emiraten, dass sie sich als Premierministerin weiterhin für Bildungschancen für alle Mädchen und Frauen in Pakistan einsetzen würde. Bleibt zu hoffen, dass diese inspirierend junge Frau wirklich Einzug in die Regierung Pakistans hält.