Manchmal braucht es einen Tag wie diesen hier, um einen an einem Montag auf gute Gedanken zu bringen: Welt-Pinguin-Tag.

Oh ja, die liebenswerten (und wohl niedlichsten) Geschöpfe haben am 25. April ihren eigenen Tag - unter anderem weil an dem Tag die alljährliche Wanderung der Tiere nach Norden beginnt (okay, rund um diesen Tag. Ich bezweifle, dass Pinguine einen Kalender haben...obwohl, wer weiß).

Zurück zum Thema. Der Welt-Pinguin-Tag soll vor allem auch auf die Bedrohung der Tiere durch den Klimawandel zum Thema machen. Denn Pinguine sind seit jeher hervorragend an vor allem sehr kalte Temperaturen angepasst und daher weniger stark von der globalen Erderwärmung und dem damit schwindende Eis bedroht. 

Wissenschaftler sind daher seit Jahren darum bemüht, die weltweite Pinguin-Population zu beobachten, auszuwerten und Wege zu finden, diese flugunfähigen Vögel (damit hätten wir diese Frage dann auch geklärt) zu schützen. 

Und hier kommen jetzt Pinguin-Liebhaber ins Spiel: wer den Wissenschaftlern bei ihrer Arbeit helfen und gleichzeitig zum Schutz der Tiere beitragen will, kann sich auf Pinguin-Suche begegnen und aktiv die Wissenschaftler unterstützen. Kein Scherz!

Auf der Seite PenguinWatch 2.0 sammeln Wissenschaftler Bilder von Pinguinen, die von 75 Kameras in der Antarktis und auf den subantarktischen Inseln aufgenommen werden. Allerdings wächst das Datenmaterial so schnell, dass es für die wissenschaftliche Arbeitsgruppe schlichtweg zu lange dauert, tatsächlich alle Bilder nach der Anzahl der Tiere auszuwerten. Die Zahl ist aber wichtig, um einen allgemeinen Überblick zu erhalten und die Entwicklung der verschiedenen Populationen zu messen. Die Webseite gibt der Öffentlichkeit Zugang zu genau diesen Bildern und durch einfaches klicken, kann man die Bilder auswerten. Niedliche Pinguine angucken UND was Gutes tun. Was will man eigentlich mehr?

Auch der Leiter der Untersuchung, Tom Hart, bewertet die Zusammenarbeit als äußert hilfreich. Gegenüber dem britischen Sender BBC sagte er: „Diese Arbeit können wir nicht alleine schaffen. Wenn also die Öffentlichkeit helfen kann, die Bilder nach Pinguinen auszuwerten, indem auf jeden Pinguin entsprechend geklickt wird - das ist bereits eine massive Hilfe um uns zu sagen, was an jedem Brutplatz los und wie dieser sich über die Zeit hinweg entwickelt."

Alles klar, ich bin überzeugt und habe die Seite mal getestet. 

Der erste Schritt auf PenguinWatch 2.0 startet ziemlich unmissverständlich mit der Frage, ob auf dem Foto überhaupt Pinguine zu sehen sind. 

Man kann mit ja, nein oder sogar 'kann ich nicht genau sagen' antworten, denn manchmal ist es nicht einfach zu identifizieren, ob es sich in der Ferne um einen Felsen oder einen gefiederten Freund handelt.

Hat man ein Bild mit Pinguinen als 'ja' identifiziert, wird man gebeten, die Pinguine nach ausgewachsenen Tieren, Baby-Pinguine und Eiern zu sortieren und entsprechend anzuklicken.  

Auch die Option 'andere Tiere' (als Pinguine) gibt es.   

Alles kein Problem, ich könnte das stundenlang machen!

Wenn alles und jeder markiert ist, hat man noch die Gelegenheit, sich mit weiteren Pinguin-Fans auszutauschen und zum Beispiel zu diskutieren, ob der graue Fleck dahinten vielleicht doch nur ein Felsen war. 

Danach das Bild einreichen und voila, schon hat man seinen Teil zur Wissenschaft und vor allem zum Artenschutz beigetragen! 


Also worauf warten? Einfach mal ausprobieren und sein Auge auf Pinguin-Tauglichkeit testen - und welche bessere Ausrede kann man haben, um auf plüschige Pinguine zu klicken, als im Auftrag der Wissenschaft? Eben. Los geht's!

via GIPHY

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Wissenschaftler bitten um Hilfe bei der Pinguin Zählung. Jeder kann mitmachen!

Ein Beitrag von Meghan Werft