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A woman who was diagnosed HIV positive speaks to another woman in South Africa.
Karin Schermbrucker/UNICEF
Hunger & Ernährungssicherheit

Eine neue Studie zeigt: Hunger und HIV-Infektionen hängen eng zusammen

Warum das wichtig ist
Die nachhaltigen Entwicklungsziele der Vereinten Nationen wollen Hunger beenden und eine Gesundheitsversorgung für alle sicherstellen. Als Global Citizens können wir entscheidend dazu beitragen, dass diese Ziele erreicht werden. Hier kannst auch du aktiv werden.

Welche Rolle spielt Ernährungssicherheit für das Risiko, sich mit HIV zu infizieren? Genau diese Frage stellten sich die Forscher einer kürzlich durchgeführten Studie in KwaZulu-Natal, Südafrika.

Nach der Befragung von mehr als 2.700 Erwachsenen in örtlichen Gesundheitskliniken, stand fest: Die Wahrscheinlichkeit, an HIV/AIDS zu erkranken, ist für Menschen, die an Hunger leiden, deutlich höher.

“Die Ernährungsunsicherheit, ein schlechter Gesundheitszustand und eine unregelmäßige Einnahme von verschriebenen Medikamenten, einschließlich antiretroviraler Präparate, hängen eng zusammen”, heißt es in der Studie.

Dafür scheint es mehrere Gründe zu geben. Zum einen sei die Angst groß, Medikamente wegen ungenügender Nahrungszufuhr auf nüchternen Magen zu nehmen. In Südafrika ist dies einer der Hauptgründe, weshalb kostenlose antiretrovirale Medikamente nicht eingenommen werden.

Ähnliche Studien aus Ländern südlich der Sahara wiesen auf einen Zusammenhang zwischen der Ernährungsunsicherheit und dem risikoreichen Sexualverhalten bei Frauen hin.

In Südafrikas Nachbarländern, etwa in Botswana und Swaziland, trägt die Ernährungsunsicherheit einen wesentlichen Beitrag zum riskanten Sexualverhalten und zur Verbreitung von HIV bei. Menschen, die unter Ernährungsunsicherheit leiden, "verwenden weniger wahrscheinlich Kondome, als die, die nicht davon betroffen sind”.

Das erkläre auch die kontinuierlich hohe HIV-Rate bei jungen Frauen, so die Studie.

"Um die Infektionsrate zu reduzieren, sind Maßnahmen wie die gezielte Nahrungsmittelhilfe in armen und nahrungsunsicheren Bevölkerungsgruppen von entscheidender Bedeutung."

Südafrika hat eine der höchsten HIV-Raten der Welt, berichtet die globale HIV/AIDS-Stiftung Avert. Rund 7,1 Millionen Menschen lebten 2016 in Südafrika mit HIV.

"Obwohl sich Südafrika den nachhaltigen Entwicklungszielen verpflichtet hat, hat sich an der Anzahl der nahrungsunsicheren Haushalte weitgehend nichts verändert", berichtet die Studie.

Damit bis 2030 niemand mehr an Aids erkranken muss, wollen die Vereinten Nationen bis 2020 die sogenannten “90-90-90-Ziele” erreichen. Das heißt: 90 Prozent aller Menschen mit HIV sollen bis 2020 eine HIV-Diagnose bekommen, 90 Prozent der Menschen mit einer HIV-Diagnose sollen eine lebensrettende antiretrovirale Therapie erhalten, und 90 Prozent der Menschen die eine HIV-Therapie erhalten, sollen eine Viruskonzentration unter der Nachweisgrenze erreichen, sodass HIV nicht mehr durch Geschlechtsverkehr übertragen werden kann.

Doch wenn es uns nicht gelingt, die Ernährungssicherheit der Weltbevölkerung deutlich zu verbessern, kann auch das Ziel einer Welt ohne AIDS bis 2030 nicht erreicht werden.

Das Global Citizen Festival: Mandela 100 wird von der Motsepe Foundation, in Zusammenarbeit mit großen Partnern, einschließlich House of Mandela, Johnson & Johnson, Cisco, Nedbank, Vodacom, Coca Cola Africa, Big Concerts, BMGF Goalkeepers, Eldridge Industries, HP and Microsoft, präsentiert und ausgerichtet.

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