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Bildung

Bildung ist die mächtigste Waffe, um die Welt zu verändern

„Bildung ist die mächtigste Waffe, die du verwenden kannst, um die Welt zu verändern”, sagte bereits Nelson Mandela. Und recht hat er.

Bildung ist ein einzigartiges Mittel, um das Leben von Menschen langfristig und nachhaltig zu verbessern. Denn Bildung ist weit mehr als Lesen und Schreiben können: Bildung befähigt Menschen dazu, ihre Potentiale zu entdecken, zu entfalten und ihr Leben in die eigene Hand nehmen zu können. Langfristig profitieren davon nicht nur die oder der Einzelne, sondern auch die eigenen Kinder, die Familie, die Gemeinschaft bis hin zum Land, in dem man lebt.

Drei junge Menschen erzählen, welchen Stellenwert Bildung in ihrem Leben hat und was sie ganz persönlich mit Bildung verbinden. Die Beiträge sind Teil einer Serie der Globalen Bildungspartnerschaft, die im Rahmen der #ShapetheFuture Kampagne veröffentlicht wurden. 

Gilles Yakam aus Kamerun

Gilles-Yakam-2017_12-DE.jpgGilles Yakam, Credit: GPE

Gilles ist 23 Jahre alt und arbeitet als Lehrer in Kamerun. Er ist fest davon überzeugt, dass er - dank seiner Bildung - im Leben alles erreichen kann, was er sich erträumt: „Meine Schulbildung hat mich dazu befähigt, einen Job zu bekommen und finanziell auf stabilen Füßen zu stehen."

Doch sein Weg dorthin war alles andere als einfach. Während seiner Schulzeit musste Gilles sich vielen Herausforderungen stellen. So erinnert er sich noch gut daran, wie während seiner Grundschul- und Sekundarschulzeit die extreme Hitze häufig ein großes Problem war. Auch an nahrhaften Mahlzeiten mangelte es damals oft.

Hinzu kam, dass die terroristische Gruppierung Boko-Haram sich in der Region aufhielt, in der Gilles lebte. In bestimmten Gebieten, die besonders von Verbrechen und Gewalt geprägt waren, musste er als Schüler stets sehr vorsichtig sein.

Gilles wuchs in einer Gegend mit hoher Kriminalitätsrate auf. Die Wahrscheinlichkeit, dass auch er Teil davon würde, war hoch. Doch Gilles wählte eine andere Zukunft für sich. Heute schreibt er seiner Schulbildung zu, dass er nicht im Gefängnis landete: „Bildung hat mich vor einem Leben auf der Straße bewahrt.”

Fanti Tukuwei aus Nigeria

Fanti-Tukuwei-2017_12-DE.jpgFanti Tukuwei, Credit: GPE

Fanti Tukewei stammt aus Nigeria. Welchen Stellenwert sie Bildung zuschreibt, ist eindeutig: „Bildung hat mir geholfen, eine eigenständige Person zu werden." Fanti ist fest davon überzeugt, dass ihre Ausbildung ihre Einstellung zum Leben verändert und ihren Horizont erweitert hat.

Fanti studierte Chemie an der Universität von Lagos. Ein Studienfach mit hohen Anforderungen an die Studenten. Die heute 25-Jährige musste sich sehr anstrengend, um erfolgreich zu sein. Doch trotz des schwierigen Hauptfachs erinnert sich Fanti gerne an ihre Ausbildung, besonders an die Zeit im Labor, wo sie Chemikalien entwickelte, die später ihren Einsatz in Alltagsprodukten finden.

Auch außerhalb des Unterrichts sah Fanti sich mit Herausforderungen konfrontiert. So lebte sie zum Beispiel weit von ihrer Universität entfernt, so dass sie nachts auf dem Campusgelände lernte, damit sie tagsüber mehr Zeit hatte. Dafür musste um 23 Uhr abends von zu Hause los, um zur Bibliothek auf dem Campus zu gelangen, wo sie bis 5 Uhr morgens lernte, bevor der Uni-Alltag losging.

Für Fanti geht Lernen weit über den gewählten Studiengang hinaus. Sie ist davon überzeugt, dass Bildung Einfluss auf die Art und Weise genommen hat, wie sie heute denkt. Daher betont sie, wie wichtig es ist, eine gute Schul- und Ausbildung zu erhalten: „Egal was du machen willst, wichtig ist, dass du zur Schule gehst. Bildung wird dir wirklich helfen, dein Leben zu verändern.”

Aicha Macky aus Niger

Aicha-Macky-2017_12-DE.jpgAicha Macky, Credit: GPE

Für die Soziologin und Dokumentarfilmerin Aicha Macky spielt Bildung eine zentrale Rolle in ihrem Leben: „Alles was ich heute bin, habe ich meiner Bildung zu verdanken."

Ihr Vater, erzählt Aicha weiter, habe selber nie eine Schule besucht. Dennoch habe er den Wert von Schulbildung erkannt und dafür Sorge getragen, dass alle seine Kinder zur Schule gehen konnten.

Die heute 35-Jährige aus Niger schätzt vor allem die kulturelle Vielfalt und die unterschiedlichen Denkweisen, die sie dank ihrer Ausbildung kennenlernen konnte. Sie betont, Bildung habe ihr „die Augen geöffnet“.

Dennoch tat Aicha sich zunächst schwer, eine berufliche Laufbahn für sich zu finden. Zuerst wollte sie Diplomatin werden, begann dann jedoch, Jura zu studieren. Es dauerte eine Weile, bis sie ihre wahre Berufung fand und schließlich Soziologie und Filmkunst für sich entdeckte. Heute versteht sie sich als kulturelle Botschafterin ihres Landes: „Dank meiner Bildung kann ich mit der Welt kommunizieren.“

Aicha kann sich ein Leben ohne Bildung nicht vorstellen: „Ich kann mir nicht ausmalen, wie es wäre, wenn ich keine Bildung erhalten hätte.“


Aicha, Fanti und Gilles sind in der glücklichen Lage, eine Schulbildung erhalten zu haben. Das Glück haben leider nicht alle.

Allein in diesem Moment können weltweit 264 Millionen Kinder und Jugendliche nicht die Schule besuchen. Und zwar nicht, weil sie nicht wollen, sondern weil sie es nicht können. Weil es zum Beispiel keine Schule gibt, weil sie sich auf der Flucht befinden oder schlichtweg nicht zur Schule gehen dürfen, weil Gesetze und kulturelle Einstellungen es verbieten. 

Und wie so häufig sind gerade die Ärmsten am stärksten von dieser globalen Bildungskrise betroffen. Mehr als die Hälfte der Kinder im Grundschulalter, die weltweit nicht zur Schule gehen, leben in Ländern südlich der Sahara - eine der ärmsten Regionen der Welt.

Die Globale Bildungspartnerschaft GPE hat es sich zur Aufgabe gemacht, dieses Problem anzugehen und 870 Millionen Kindern und Jugendlichen in 89 der ärmsten Länder dieser Welt eine Schulbildung zu ermöglichen.

Du willst dich ebenfalls dafür einsetzen, dass Kinder weltweit zur Schule gehen können? Dann werde hier aktiv und fordere zum Beispiel die Abgeordneten aus deinem Wahlkreis via Email dazu auf, Bildung weltweit zu unterstützen!