So haben Global Citizens geholfen, Millionen Menschen mit lebensrettenden Impfstoffen zu versorgen

Autor: Jackie Marchildon

GAVI/2015/Phil Moore

Kareen Awadalla hat nie zugelassen, dass ihre Nationalität darüber entscheidet, wo ihre Heimat ist.

Awadalla lebt seit ihrem zweiten Lebensjahr in Kanada, derzeit in Toronto. Dort arbeitet sie als freiberufliche Content-Spezialistin und befasst sich mit sozialen Themen im In- und Ausland. Als Einwanderin aus Ägypten ist es ihr besonders wichtig, über Ländergrenzen hinaus zu schauen und zu sehen, was im Rest der Welt vor sich geht.

Als sie internationale Entwicklung und Journalismus an der Universität von Toronto studierte, wusste sie nicht, wie sie einen Beitrag für eine bessere Welt leisten könnte.

"In der Uni fühlt man sich irgendwie hoffnungslos“, sagte die 31-jährige Awadalla gegenüber Global Citizen. ”Man merkt nur … wie viel es bräuchte, um tatsächlich etwas zu verändern.”

2009 besuchte Awadalla die nordamerikanische Premiere von ”1.4 Billion Reasons“, moderiert Hugh Evans, CEO von Global Citizen, die in der Danforth Music Hall in Toronto stattfand.

Evans hielt eine Präsentation im TED-Talk-Stil. Er zeigte Ausschnitte aus einer Dokumentation, die sich der Frage widmete, wie man den ärmsten Bevölkerungsgruppen der Welt helfen kann. 1,4 Milliarden Menschen lebten zu diesem Zeitpunkt auf der ganzen Welt in extremer Armut.

“Nachdem ich den Dokumentarfilm gesehen habe, hat es bei mir einfach Klick gemacht. Hugh Evans hat bei dem Event eine wirklich beeindruckende Rede gehalten", sagte Awadalla. "Mir wurde klar, dass wir uns [als Gesellschaft] einfach miteinander verbunden fühlen müssen."

Von da an wurde Awadalla zu eine*r der engagiertesten Global Citizens in Kanada. Sie verfolgte die Arbeit von Global Citizen, die Fortschritte der Organisation, nahm an Aktionen teil und besuchte 2012 das erste Global Citizen Festival in New York.

"Ich hatte Tickets gewonnen, aber niemand hatte Zeit, mit mir hinzufahren. Und so habe ich mir alleine ein Busticket nach New York gebucht", sagt sie und lacht. "Es war das erste Mal, dass ich alleine gereist bin.”

Awadalla stand im Central Park und war überwältigt von der Energie, die Global Citizens auf dem Festival versprühten. Auf der Bühne versammelten sich berühmte und erfolgreiche Musiker*innen aus der ganzen Welt und sprachen sich für Gleichberechtigung, sauberes Trinkwasser, Gesundheit, Ernährungssicherheit und weitere Themen aus.

"Das Gefühl, das entsteht, ist verrückt", erzählt sie. "Jede Ankündigung berührt und inspiriert dich. All das ist passiert, weil wir uns dafür eingesetzt haben.”
Auch Kanada machte 2014 eine finanzielle Zusage, weil Awadalla und andere Global Citizens aktiv geworden sind und die Regierung dazu aufgefordert haben.

I. Eine Allianz entsteht

In den späten 1990er Jahren wurden die Bemühungen, Impfungen weltweit zugänglich zu machen, immer geringer. Berichten zufolge hatten 30 Millionen Kinder in einkommensschwachen Ländern keinen Zugang zu lebenswichtigen Impfstoffen.

Somit war der weltweite Fortschritt in Sachen Gesundheit bedroht. Die Entwicklungsländer hatten Schwierigkeiten, weiterhin Impfprogramme zu finanzieren. Für Pharmaunternehmen gab es kaum Anreize, in die Impfversorgung armer Länder zu investieren.

Das war der Beginn von Gavi, der Impfallianz.

Gavi ist eine öffentlich-private Partnerschaft die im Jahr 2000 dank einer ersten Finanzierung durch die Bill & Melinda Gates Foundation in Höhe von fast 700 Millionen Euro ins Leben gerufen wurde. Das Ziel von Gavi ist es, das Leben von Kindern in Entwicklungs- und Schwellenländern zu schützen – durch die Bereitstellung neuer Impfstoffe, die Unterstützung nationaler Impfprogramme und die Stärkung von Gesundheitssystemen.

Im Jahr 2014 hoffte Gavi bei der Wiederauffüllungskonferenz für den Zeitraum 2016 bis 2020 Mittel in Höhe von fast sieben Milliarden Euro von Regierungen und privaten Spendern zu bekommen, um 300 Millionen Kinder zu impfen und so fünf bis sechs Millionen Todesfälle zu verhindern.

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Um dieses Ziel zu erreichen, benötigte Gavi neue finanzielle Mittel aus Ländern mit größeren Budgets – eine Zusage aus Kanada war essenziell.
Und da kam Global Citizen ins Spiel.

Global Citizen setzt sich für die sogenannten Global Goals der Vereinten Nationen ein. Diese Ziele sollen eine nachhaltigere und gerechtere Welt für alle schaffen und unseren Planeten schützen. Das Ziel 3 ist es, ein gesundes Leben für alle Menschen jeden Alters zu gewährleisten und ihr Wohlergehen zu fördern. Denn Gesundheit ist ein wichtiger Schlüssel zur Beseitigung extremer Armut. Wenn Menschen krank sind, können sie weder arbeiten, Geld verdienen noch einen Beitrag zur Wirtschaft leisten.

Impfungen gelten als einer der effektivsten Wege, um die Gesundheit der ärmsten Menschen der Welt zu verbessern. Sie sind eine sichere und wirksame Möglichkeit, vermeidbare Krankheiten zu bekämpfen und Todesfälle zu verhindern.

Laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) werden derzeit jährlich zwei bis drei Millionen Menschen durch Impfungen gerettet.

Gavi spielt eine wichtige Rolle bei der Bereitstellung dieser Impfstoffe. Kanada hat Gavi im Zeitraum von 2001 bis 2015 unter liberalen als auch konservativen Regierungen mit mehr als 351 Millionen Euro unterstützt, was Kanadas langjähriges Engagement für weltweite Gesundheit demonstriert. Diese Leistungen wurden durch direkte Beiträge als auch durch innovative Finanzierungsmechanismen generiert.

In 2014 nahm Kanada eine Vorreiterrolle bei der Gesundheitsversorgung von Kindern weltweit ein. Global Citizen machte sich deshalb dafür stark, dass Kanada die Unterstützung in der Form bis 2020 fortsetzt.

Das Global Citizen-Team arbeitete ein Jahr lang hinter den Kulissen mit Organisationen wie Results Canada, ONE und der Bill & Melinda Gates Foundation zusammen. Und auch auf politischer Ebene gab es Unterstützung: Etwa von den Büros des ehemaligen Premierministers Stephen Harper, des ehemaligen Ministers für internationale Entwicklung und Christian Paradis von La Francophonie sowie des ehemaligen Außenministers John Baird.

Die Regierung von Harper hatte auf dem G8-Gipfel im Juni 2010 gezeigt, dass sie eine führende Rolle im Einsatz für globale Gesundheit einnehmen will, als sie sich für internationale Verpflichtungen zur Muskoka-Initiative für die Gesundheit von Müttern, Neugeborenen und Kindern einsetzte.

II. Global Citizens werden aktiv – und die Regierung reagiert

Im Vorfeld des Global Citizen Festivals 2014 veröffentlichte Global Citizen eine Petition, in der sie Staats- und Regierungschefs weltweit dazu aufforderte, vor der Wiederauffüllungskonferenz im Januar 2015 die Unterstützung für Gavi zu erhöhen.

“Jedes Kind verdient einen gesunden Start ins Leben. Aber jedes fünfte Kind bekommt immer noch nicht die Impfstoffe, die es braucht. Das darf nicht sein. Bitte verstärken Sie Ihre Unterstützung für Gavi, die Vaccine Alliance, und helfen Sie, 300 Millionen Kinder bis 2020 zu impfen“, hieß es in der Petition.

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Families gather ouside the Mnarani Dispensary in Kilifi, Kenya which serves 500 people a day.
GAVI/2014/Duncan Graham Rowe

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New vaccines against infectious diseases are coming to market at the fastest rate in history, according to Gavi.
GAVI/2014/Duncan Graham-Rowe

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Children read a pamphlet about the measles and rubella vaccine in Tanzania.
GAVI/2014/Karel Prinsloo

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Families gather ouside the Mnarani Dispensary in Kilifi, Kenya which serves 500 people a day.
GAVI/2014/Duncan Graham Rowe

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Tanzania implemented a program in 2014 to protect 21 million children against measles and rubella as part of a nationwide immunization campaign supported by Gavi, the Vaccine Alliance.
GAVI/2014/Karel Prinsloo

Auch Awadalla hat diese Petition unterschrieben.

"Es war für mich selbstverständlich, diese Sache zu unterstützen", sagte sie. "Wir können nicht entscheiden, wo wir geboren werden, wir können nicht entscheiden, ob die Gesellschaft, in der wir leben, uns Zugang zu Impfstoffen gewährt.

Aber die Tatsache, dass sie existieren, bedeutet für mich, dass sie ein Menschenrecht sein sollten, kein Privileg.“

Bis Oktober hatte Global Citizens mehr als 26.000 Unterschriften gesammelt.

Die Kampagne war ein entscheidender Moment für die Organisation, so Jonah Kanter, Manager für Politik und Regierungsangelegenheiten bei Global Citizen Kanada.

"Die Kampagne hat dazu beigetragen, Global Citizen in Kanada weiter zu etablieren", so Kanter.

Damit wurde die Grundlage für künftige Verpflichtungen gestärkt, die Kanada dank Global Citizen eingegangen ist. Das Land verpflichtete sich 2016 Gelder in Höhe von 550 Millionen Euro in den Globalen Fonds zur Bekämpfung von AIDS, Tuberkulose und Malaria zu investieren und sagte 2017 fast 70 Millionen Euro für die globale Initiative zur Ausrottung von Kinderlähmung (GPEI) zu.

Bei einem Gipfeltreffen in Kanada am 28. November 2014 kündigte Premierminister Harper an, dass Kanada Gavi 342 Millionen Euro zur Verfügung stellen werde.

Diese Zusage erfolgte 2015 kurz vor der Wiederauffüllungskonferenz von Gavi. Die Zusage Kanadas war ein wichtiges Signal an andere Geberländer.  Mit der Zusage in Höhe von 342 Millionen Euro verdoppelte Kanada seinen Beitrag an Gavi nahezu.

Im Januar 2015 hat Kanada während der Wiederauffüllungskonferenz von Gavi in Berlin zusätzliche 13 Millionen Euro versprochen.

Das wäre ohne die Stimmen der Global Citizens, die sich mit ihren Bitten direkt an die kanadischen Politiker*innen wandten, womöglich nicht passiert.

"Im Jahr 2014 hat Global Citizen dazu beigetragen, dass Kanada diese mutige Zusage gemacht hat – eine herausragende Erhöhung der Gelder, um Millionen Kinder in den ärmsten Ländern der Welt gegen tödliche Krankheiten zu impfen“, sagte Guillaume Grosso, Director International Business Development & European Strategy bei Gavi.

Dank Kanadas Beitrag konnte die Impfallianz Gavi ihr Ziel von fast sieben Milliarden Euro für den laufenden Wiederauffüllungszyklus übertreffen. Bis 2020 kann Gavi jetzt 300 Millionen Kinder impfen und fünf bis sechs Millionen Menschenleben retten.

Der frühere Minister Paradis, der eine Schlüsselrolle bei der Entscheidung der Regierung spielte, erklärte gegenüber Global Citizen, dass die öffentliche Mobilisierung, einschließlich der von Global Citizens, die Regierung dazu bewegt habe, diese finanzielle Verpflichtung einzugehen.

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"Durch Petitionen und Mobilisierung von Global Citizen kam die Botschaft an", sagte er. “All das fängt bei der Mobilisierung an. Regierungen können es nicht alleine tun. Sie haben nicht die Kapazität, sie haben nicht die Fähigkeiten ... Ich danke Global Citizen von ganzem Herzen für diesen Anstoß."

III. Leben sind betroffen

Bis Ende 2018 hat Gavi rund 80 Prozent der Kinder in den ärmsten Ländern der Welt mit Impfstoffen versorgt. Seit der Gründung im Jahr 2000 hat Gavi mehr als 760 Millionen Kinder mit Impfstoffen erreicht und mehr als 13 Millionen Menschenleben gerettet und möglicherweise tödlich verlaufenden Infektionskrankheiten wie Kinderlähmung, Masern, Rotavirus, Pneumokokken und humanem Papillomavirus verhindert. All das wurde nur durch Zusagen von Regierungen aus der ganzen Welt möglich.

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Muna, a community health care provider, carries vaccines by rickshaw to a distribution point in Dhaka, Bangladesh.
GAVI/2015/GMB Akash

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Cooling tubs are placed on the ground at the PEV (Programme enlargi de vaccination) of the Ministry of Public Health in Kinshasa, Democratic Republic of the Congo. Gavi is involved in the provision of solar fridges that help maintain the cold chain in the Congo.
GAVI/2015/Phil Moore

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Madelein Semo, a nurse-vaccinator, carries a coolbox stocked with vaccines to go and vaccinate in a community health centre in the Ngbaka neighbourhood of Kinshasa, Democratic Republic of the Congo.
GAVI/2015/Phil Moore

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A nurse prepares a vaccine to administer to students at a health clinic in Vientiane, Laos.
GAVI/2015/Bart Verweij

Die finanzielle Unterstützung aus Kanada, Australien, Deutschland, Norwegen, Großbritannien und den USA wird zur Unterstützung von Gesundheitsprogrammen vor Ort genutzt. Ein Beispiel ist das Kenya AIDS NGOs Consortium (KANCO), eine Mitgliederorganisation in Kenia, die sich auf Gesundheitsförderung konzentriert und auch Gesundheitsprogramme in Ostafrika durchführt.

Mit Unterstützung von Gavi, einschließlich der verbesserten Bereitstellung von Gesundheitsdiensten in den informellen Siedlungen Nairobis, führte KANCO Anfang August dieses Jahres ein Outreach-Programm in Nairobi mit freiwilligen Gesundheitshelfer*innen durch. Sie besuchten zwei Gebiete in den Townships von Nairobi, in denen besonders wenig Menschen geimpft sind.

An zwei Tagen besuchten die freiwilligen Gesundheitshelfer*innen am frühen Morgen zwei Gebiete mit niedriger Impfrate und gingen von Tür zu Tür. Sie ermutigten die Gemeindemitglieder dazu, die Impfzentren zu besuchen, in denen Impfstoffe verabreicht wurden. Auch die Verantwortlichen vor Ort sprachen mit der Gemeinde.

"Sie sind eine wichtige Bevölkerungsgruppe, wenn es um Impfungen und ihren Erfolg geht", sagte Dr. Lucina Koyio, Leiterin für Gesundheitsangelegenheiten in Nairobi, gegenüber Global Citizen. "Es ist sehr wichtig, dass wir in die Gemeinden kommen, um diese Kinder zu erreichen."

Koyio betont, dass es besonders wichtig ist, Kinder unter fünf Jahren in der Region zu erreichen. Das ermöglicht nicht nur, dass sie gegen vermeidbare Krankheiten geimpft werden, sondern auch, sie auf Krankheiten wie Tuberkulose zu untersuchen, ihr Wachstum und ihre allgemeine Gesundheit zu checken. So können auch ihre Mütter untersucht und mit ausreichenden Informationen versorgt werden.

Fünf Tage vor dem Gesundheitstag gehen Freiwillige von Tür zu Tür, um die Bewohner*innen über die Bedeutung von Impfungen aufzuklären.

"Als wir noch kein Gesundheitspersonal hatten, breiteten sich Krankheiten schnell aus", sagte Susan Wanjiru Sharambu gegenüber Global Citizen. "Als die Impfstoffe zur Vorbeugung dieser Krankheiten eingeführt wurden, haben wir damit begonnen, die Kinder in die Gesundheitszentren zu bringen, wodurch die Krankheitsfälle erheblich zurückgingen."

Wanjiru Sharambu erklärte, dass solche Maßnahmen wichtig sind, da es keine Gesundheitszentren in der Nähe gibt. Viele Menschen beschweren sich über die Entfernungen, die sie zurücklegen müssen, um Zugang zur Gesundheitsversorgung zu bekommen.

Aber an dem Tag, an dem Sharambu mit Global Citizen sprach, hatten sich Menschenmengen im provisorischen Gesundheitszentrum versammelt. Das ermöglichte es Arbeiter*innen wie ihr, mit der Gemeinde zu sprechen, Mythen über Impfstoffe aufzulösen und die allgemeine Gesundheit der Bevölkerung zu beurteilen.
Mit diesen Bemühungen sollen auch die Kinder in einigen der am stärksten gefährdeten Bezirke von Nairobi erreicht werden.

Die junge Mutter Mildred Ondisa aus der Region, besuchte das Zentrum an einem Gesundheitstag, um ihr Kind impfen zu lassen.

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Vaccine campaign launch at a school in Rakhine, Myanmar.
GAVI/2017

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A child is carried by a relative into the cholera treatment center in Banadir hospital in Mogadishu, Somalia. She contracted cholera after drinking from a borehole near her home on the outskirts of Mogadishu.
GAVI/2017/Karel Prinsloo

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Families arrive at a health center to receive the measles-rubella vaccine in Dedza, Malawi.
GAVI/2017/Karel Prinsloo

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Vaccine campaign launch at a school in Naypyitaw, Myanmar.
GAVI/2017

"Ich habe gesehen, was passieren kann, wenn ein Baby nicht geimpft wird. Es kann gelähmt sein und es ist schwer, es dann zu pflegen", sagte Ondisa Global Citizen.

Ondisa möchte verhindern, dass ihr Kind an einer Krankheit wie Masern, Kinderlähmung oder Tuberkulose erkrankt, die alle durch Impfungen verhindert werden können.

"Ich wurde geimpft, als ich ein Baby war, deshalb bin ich gesund", sagte sie.

IV. Die Arbeit geht weiter

Bis 31. Dezember 2018 hatte Kanada bereits drei Raten seiner insgesamt 520 Millionen kanadische Dollar (rund 356 Millionen Euro) für den Zeitraum 2016 bis 2020 gezahlt.

Im Juni 2020 wird Großbritannien Gastgeber der nächsten Gavi-Wiederauffüllungskonferenz sein und Staaten und Regierungen auffordern, neue Mittel bereitzustellen, um auf den bisher erzielten Fortschritten aufzubauen. Kanadas Hilfe wird weiterhin benötigt.

"Kanada hat sich durch sein 10-jähriges Engagement für die Gesundheit von Frauen und Mädchen, das im Juni gefeiert wurde, bewiesen, dass das Land auch in den kommenden Jahren ein Champion für globale Gesundheit bleiben wird", sagte Kanter.

"Die Regierung hat zu Recht die entscheidende Frage der sexuellen und reproduktiven Gesundheit und der Rechte hervorgehoben, aber wir brauchen Global Citizens, die uns dabei helfen, zu betonen, dass Impfstoffe ein entscheidender Bestandteil der Entwicklung eines Kindes sind – und der Entwicklung gefährdeter Gemeinschaften und Länder insgesamt. "

Die Veranstaltung im Juni 2020 soll finanzielle Unterstützung für den Zeitraum 2021-2025 sammeln. Es wird ein wichtiger Moment sein, der darüber entscheidet, ob wir das Global Goal Nummer 3 (Gesundheit und Wohlbefinden für alle) bis 2030 erreichen können.

Seit 2014 ist es der Impfallianz Gavi gelungen, mit der Finanzierung großartige Dinge zu tun. Die Kernbotschaft bleibt jedoch: Die Welt muss in Impfstoffe investieren, um nicht nur das dritte Global Goal der UN , sondern auch andere der insgesamt 17 Ziele zu erreichen. Denn Impfungen wirken sich direkt auf die Armutsbekämpfung aus. Geimpfte, gesunde Kinder können zur Schule gehen und zu produktiven Erwachsenen heranwachsen, und ihre Eltern können arbeiten, anstatt sich um kranke Kinder zu kümmern.

Kanada hat sich sowohl unter konservativer als auch liberaler Führung den weltweiten Gesundheitsbestrebungen verschrieben.
Der konservative Abgeordnete Mike Lake hat mit Global Citizen zusammengearbeitet, um das Bewusstsein für die Bedeutung von Impfstoffen zu schärfen. Er hat an Veranstaltungen teilgenommen und während der World Immunization Week einen Beitrag für die National Post verfasst. Er unterstützt das wichtige Engagement der konservativen Regierung im Jahr 2014 und hofft auf ähnliche Verpflichtungen im kommenden Jahr.

"Ich bin zuversichtlich, dass Kanada ungeachtet des Wahlergebnisses im nächsten Jahr unsere starke Unterstützung für Gavi und die globale Initiative zur Ausrottung von Polio erneuern wird", sagte Lake gegenüber Global Citizen. "Weil wir in dieser Sache alle auf einer Seite stehen."

Die Auswirkungen von Bevölkerungswachstum und Vertreibung, Klimawandel, zunehmender Instabilität und wiederkehrenden Krankheitsausbrüchen drohen den Fortschritt zu bremsen, den die Welt in den letzten zwei Jahrzehnten erlebt hat. Das ist nicht die Zeit der Selbstzufriedenheit, sondern des erneuten Engagements, den Ländern zu helfen, weiterhin Krankheiten vorzubeugen und ihre Gemeinschaften zu schützen.

Die Unterstützung von Regierungen und Global Citizens auf der ganzen Welt ist notwendig, damit  Gavi sein Finanzierungsziel erreichen kann und die Global Goals der UN bis 2030 erreicht werden.  

"Wir alle müssen Verantwortung übernehmen und die Entscheidungsträger*innen aufzufordern, sich zu verpflichten, Impfstoffe zugänglich zu machen", sagte Awadalla.
Um das zu erreichen, müssen Menschen weiterhin ihre Stimmen erheben.

Awadalla glaubt, dass kollektives Handeln weitreichende Erfolge erzielt. "Das habe ich von Global Citizen gelernt."