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Citizenship

Schüsse bei einem Einkaufszentrum in München

Quelle: tz

 - Hinweis: Dieser Artikel wird regelmäßig aktualisiert -  


Update vom 23.07.2016, 9:30 Uhr

Nach einer schrecklichen und sehr langen Nacht der Unsicherheit in München nach dem gestrigen Terroralarm hat sich nun leider bestätigt: Ein 18-jähriger Mann, nach derzeitigen Angaben ein Deutsch-Iraner, ist Amok gelaufen und hat neun Menschen getötet und 16 Menschen verletzt. Er war mit mindestens einer Pistole bewaffnet und hat sich nach einer Verfolgungsjagd mit der Polizei augenscheinlich selbst erschossen. Die Hintergründe seiner Tat sind derzeit noch völlig unklar. Angaben aus letzter Nacht, dass es weitere Täter gab und diese auf der Flucht sind, haben sich letztendlich nicht bestätigt.  


Update vom 22.07.2016, 23:30 Uhr

Münchens Polizeipressesprecher Marcus da Gloria Martins hat bestätigt, dass die Zahl der Toten auf Acht gestiegen ist. Außerdem sei eine männliche Leiche in der Nähe des Olympia-Einkaufszentrums gefunden worden. Todesursache hier sei wohl Gewalteinwirkung gewesen, genaueres kann man allerdings noch nicht sagen.
Die Leiche hat einen auffälligen roten Rucksack bei sich - die Polizei geht derzeit davon aus, dass sich in diesem eventuell Sprengstoff befinden könnte. Daher nähern sich die Einsatzkräfte der Leiche nur langsam. 


Laut Augenzeugenberichten und einem Video, das bereits seine Kreise auf Twitter zieht, sind vor einer McDonald's-Filiale neben dem Olympia-Einkaufszentrum in München heute Abend mehrere Schüsse gefallen. Wie ein Polizeisprecher vor Ort inzwischen aussagte, gibt es mehrere Tote und Verletzte.

Es gibt noch keine genauen Angaben zu den Umständen der Tat, aber zur Zeit (21:30 Uhr Ortszeit) spricht die Polizei von einer 'möglichen' Terrorattacke. Man wolle aber keine zu voreiligen konkreten Schlüsse ziehen. Eine Polizistin sagte gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters aus, dass die Polizei bisher offiziell von einem Amoklauf ausgeht. 

Auch über die Anzahl der Täter gibt es derzeit noch unterschiedliche Angaben. Bestätigt ist, dass es sich um mehrere Täter handelt und einige von ihnen sich derzeit noch auf der Flucht befinden. Anwohner um das Einkaufszentrum werden daher dazu aufgerufen, in ihren Wohnungen zu bleiben und auch alle anderen sollten die Öffentlichkeit meiden. 


Auch Menschen in der Innenstadt, vor allem um den Hauptbahnhof, werden gebeten, nach Hause zu gehen. Was sich für viele gerade als Herausforderung herausstellt, denn augenscheinlich ist der gesamte öffentliche Nahverkehr, also U-Bahn, Straßenbahn und Busverkehr, eingestellt worden. 

Währenddessen ist die Polizei mit allen verfügbaren Einsatzkräften und Unterstützung von Spezialeinheiten, der Bundespolizei und benachbarten Präsidien im Einsatz, um die Täter zu verfolgen und das Gebiet weiträumig abzusperren. Derzeit kreisen acht Hubschrauber über der Stadt und Autofahrer sind dazu aufgerufen, die Autobahnen frei zu geben, um Einsatzfahrzeugen Platz zu machen.

Und wie so oft in der vergangenen Zeit ist das Internet gerade bei solchen Vorfällen wieder schneller als jede Zeitung oder jeder Reporter - allen voran in der öffentlichen Meinungsbildung über die Täter und den möglichen Hintergrund. Gemischt mit Bildern und Videos von der Tat vor Ort, die großspurig ihre Runden auf Twitter und Facebook drehen, fragen sich viele bereits: ist München unser Paris? Dabei ist weder bestätigt, wer die Täter sind und welchen Hintergrund sie hatten. 

Doch die Bilderflut scheint gerade nicht abzunehmen. Dabei können die vielen kursierenden Bilder und Videoclips enorm gefährlich für die Einsätzkräfte werden. Die Polizei hat daher schon mehrfach dazu aufgerufen, solche Materialien nicht ins Netz zu stellen:



Wir von Global Citizen folgen diesem Aufruf und verzichten daher auf genannte Darstellungen. Denn in diesem Moment sollte vor allem erstmal zählen: egal welche Hintergründe, der Anschlag ist schlimm, auf das schärfste zu verurteilen und unschuldige Menschen haben ihr Leben verloren. Unsere Gedanken sind bei den Familien & Angehörigen der Opfer und bei den Einsatzkräften, die gerade ihr Leben riskieren, um andere zu retten.