“Wir können die erste Generation sein, der es gelingt die Armut zu beseitigen.”
– Ban Ki-moon, ehemaliger UN-Generalsekretär

Fakt ist, dass wir genug finanzielle Mittel haben, um extreme Armut zu beenden – wir brauchen also nur konkrete und innovative Finanzierungsmaßnahmen, damit das auch praktisch umgesetzt wird. Und daran scheint es immer wieder zu scheitern, wenn wirtschaftlich starke Länder wie beim G7-Gipfel aufeinandertreffen, mutige Zusagen machen und kaum welche von ihnen realisieren.

Aus diesem Grund hat sich Global Citizen mit Stars, Politiker*innen, Influencer*innen, Aktivist*innen, zivilgesellschaftlichen Organisationen und Global Citizens zusammengesetzt, um den G7 konkrete Forderungen an die Hand zu geben.  

Je mehr wir sind, umso lauter werden und mehr Druck erzeugen wir. Deswegen ist es ganz wichtig, dass du deine Stimme für die Themen erhebst, die dir wichtig sind. Nur so können wir politische, wirtschaftliche, umweltfreundliche und soziale Veränderungen bewirken. 

Ein wichtiges Ziel von Global Citizen ist es, extreme Armut JETZT zu beenden. Bei dieser Kampagne wollen wir junge Frauen und Mädchen stärken, Klimaschutzmaßnahmen fordern und systemische Barrieren überwinden, die Menschen in der Armut halten. Unterstützung erhalten wir dabei von vielen Seiten:

Entwicklungszusammenarbeit und humanitäre Hilfe

Schauspielerin und Content Creator Faye Montana will ihre Plattform nutzen, um mehr über politischen Aktivismus zu berichten:

"Für mich liegt es auf der Hand, dass die G7-Länder einen größeren Beitrag zur Bewältigung der globalen Herausforderungen leisten müssen – Sie verfügen über die entsprechenden Reserven, während die einkommensschwachen Länder dazu nicht in der Lage sind. In vielen Fällen haben die reichen G7-Länder durch die Verbrennung fossiler Brennstoffe am meisten zur globalen Erwärmung beigetragen, während die einkommensschwächeren Länder pro Kopf der Bevölkerung das nur sehr wenig getan haben. Ich fordere Sie dringend auf, Ihren fairen Anteil von 0,7 Prozent der Wirtschaftskraft an Entwicklungsarbeit zu leisten." – Hilary H., Vereinigtes Königreich 

Diese Aktivistinnen senden wichtige Botschaften an die G7-Staaten:

“Wenn Sie eines Tages aufwachen und feststellen würden, dass Sie einer von Milliarden von Menschen sind, die in Armut oder einer von Hundert Millionen, die in extremer Armut leben, was würden Sie sich wünschen? Ihr großes Glück als Entscheidungsträger besteht nicht nur darin, dass Sie selbst ein komfortables Leben führen, sondern auch darin, dass Sie das beispiellose Privileg haben, den ärmsten Menschen der Welt dabei helfen zu können, sich aus der Not zu befreien und ein menschenwürdiges Leben zu führen. Die Investition von 0,7 Prozent der Wirtschaftskraft in die wirksamsten Gesundheits- und Wirtschaftsprogramme für die Bedürftigsten der Welt ist ein bescheidener Preis für einen enormen Gewinn an Lebensqualität für diese Menschen und für die Welt.” – Larry B., Hong Kong

Auch Youtuberin und Sängerin Silvi Carlsson will mit uns die globalen Herausforderungen angehen:

“Als G7 sollten Sie den Betrag, den Sie für Entwicklungszusammenarbeit ausgeben, erhöhen. Sie haben die Mittel dazu und Sie sind bei Exporten wie Mineralien, Nahrungsmitteln und Arbeitskräften von Ländern mit geringem Einkommen abhängig. Das Mindeste, was Sie tun können, ist, unvoreingenommen und fair in diese Länder zu investieren.” – Fardeen B., Kenia 

Politikerin Sawsan Chebli, die auch im Europa Board von Global Citizen vertreten ist, setzt sich ebenso für eine Welt ohne extreme Armut ein:

“Unsere Welt ist so vernetzt, dass es sich auf lange Sicht für uns alle negativ auswirkt, wenn wir uns um einige Bereiche nicht kümmern, unabhängig davon, wie privilegiert wir sind. Jeder Cent, der heute für globale Fragen ausgegeben wird, ist ein Cent, der ausgegeben wird, um globale Krisen morgen zu verhindern. Bitte, tun Sie mehr.” – Opeyemi E., Nigeria 

Der deutsche Rapper und Schauspieler Eko Fresh wird aktiv für eine gerechte, faire Welt:

“Wenn es eine Zeit für internationale Zusammenarbeit gibt, damit diejenigen, die viel haben, denen helfen, die wenig haben, dann ist sie jetzt. Wir alle haben in den vergangenen zweieinhalb Jahren viel Leid und Unsicherheit erfahren, aber einige von uns haben noch viel mehr gelitten. Manche haben viel weniger Möglichkeiten. Jetzt geht es darum, unsere Menschlichkeit zu bewahren. Die sollten wir nicht auch noch verlieren.” – Doris W., Kanada 

Hungerkrise beenden

“Wir essen selten zwei Mahlzeiten am Tag. Wenn meine Kinder vor Hunger schreien, bin ich absolut hilflos und habe oft keine andere Wahl, als mich ihnen anzuschließen. In dieser Krise denke ich an die Familien, die weniger verdienen als ich. Wie werden sie überleben? Geehrte Entscheidungsträger*innen, kommt der Menschheit zu Hilfe, bevor es zu spät ist.” – Aminu I., Nigeria 

“Essen ist das wichtigste Recht des Menschen. Versuchen Sie einmal, drei Mahlzeiten am Tag auszulassen, und Sie werden ihren Wert erkennen. Stellen Sie sich nun die Millionen vor, die tagelang keine einzige Mahlzeit bekommen. Sie müssen jetzt handeln.” – Siddharth P., Indien 

“Hunger ist der größte Feind unserer individuellen und gemeinschaftlichen Entwicklung, denn ohne ausreichend Nahrung können wir anderen Aktivitäten nicht richtig nachgehen. Die Staats- und Regierungschef*innen der G7 sollten in dieser Frage schnell und ernsthaft handeln!” – Elizabeth S., Tansania 

“Ich bin zusammen mit Freund*innen aus sehr bescheidenen afrikanischen Verhältnissen zur Schule gegangen. Es wirkte sich direkt auf ihr Lernen aus, wenn sie hungrig und unzureichend ernährt zur Schule kamen. Deshalb setze ich mich für eine gute Regierungsführung ein, die den Hunger beseitigt, indem sie denjenigen, die weniger haben, Zugang zu Nahrungsmitteln verschafft. Das ist für die frühe Entwicklung unerlässlich.” – Hiram N., Kenia 

“Bevor der Krieg in der Ukraine begann, gab es bereits eine Hungerkrise. Die Kinder in Lateinamerika sind unterernährt, krank und sterben an Hunger. Ich werde so traurig, wenn ich sehe, dass andere Regionen der Welt wie König*innen leben. Was muss die Menschheit tun, um sicherzustellen, dass jedes Kind auf dieser Welt drei Mahlzeiten am Tag bekommt? Wir sollen angeblich intelligente Wesen sein, aber wir können noch nicht einmal unsere Kinder ernähren.” – Andrew A., Brazil

Gesundheitssysteme stärken

Aktivistin Meirinda Sebayang fordert die G7 auf, den Globalen Fonds zur Bekämpfung von HIV/AIDS, Tuberkulose und Malaria finanziell zu unterstützen (Slide 5):

Klimaschutzmaßnahmen aufbauen

“Ich habe keine gute Luft zum Atmen. Es ist wirklich schwierig, meinen Alltag zu bewältigen und deshalb fällt es mir auch so schwer, meinen täglichen Aufgaben nachzugehen. Ich arbeite sehr hart daran, umweltfreundlich zu sein, warum soll ich aber für die Fehler anderer bezahlen? Die Staats- und Regierungschefs der G7 haben die Verantwortung, zu handeln.” – Domini J., Indien 

“Ich lebe in New South Wales, Australien, wo es zu nie dagewesenen Überschwemmungen gekommen ist. Freund*innen haben Häuser, Geschäfte, Tiere – alles, was sie besitzen – verloren. Dies kommt nach Jahren der Dürre, lodernden Bränden, Mäusebefall und weiteren Überschwemmungen. Wann werden Sie als führende Politiker der Welt aufwachen und Maßnahmen ergreifen, um unsere Umwelt und alles, was das Leben erhält, zu schützen?” – Renee K., Australien 

Premierministerin von Barbados, Ihre Exzellenz Mia Mottley, setzt sich für Klimaschutz ein (Slide 4): 

“Die Klimakrise schränkt unseren Zugang zu sauberem Wasser ein und trägt zu einer zunehmenden Wasserknappheit bei. Davon sind nicht alle gleichermaßen betroffen: Menschen mit weniger Ressourcen leiden mehr als die Reichen, was dazu beiträgt, dass sich die soziale Kluft zwischen den Menschen vergrößert.” – Raúl G. F., Mexiko

“Mein Land hat in der Region KwaZulu-Natal ein neues Ausmaß an Überschwemmungen erlebt. Es ist die größte Naturkatastrophe, die unser Land je getroffen hat. Die globale Erwärmung ist real und die Staats- und Regierungschefs der G7 müssen ernsthafte Maßnahmen ergreifen, bevor es zu spät ist.” – Emmanuel C., Südafrika 

“Ich möchte, dass die Staats- und Regierungschef*innen der Welt echte und wirksame Maßnahmen zur Bekämpfung der Klimakrise ergreifen, indem sie die Emissionen fossiler Brennstoffe reduzieren und auf saubere alternative Energiequellen umsteigen. Das muss JETZT geschehen, um unserer Umwelt und alles Leben auf der Erde zu retten. Ich bin 70 Jahre alt und habe miterlebt, dass das Klima viel unberechenbarer und gefährlicher geworden ist, als es früher war.” – Marcia B., Kanada

Frauen und Mädchen stärken

“Meine Tochter fragt mich, warum sie nicht zur Schule gehen darf? Ich habe keine Antwort für sie. Führende Politiker*innen der Welt, helfen Sie mir zu antworten oder lassen Sie sie zur Schule gehen.” – Sidiqzai, Afghanistan 

Künstlerin und Sprecherin vom “Netzwerk feministische Außenpolitik” Sarah Bora setzt sich für Geschlechtergerechtigkeit ein:

“Das Recht auf Bildung und gleiche Beschäftigungschancen für Frauen und Mädchen sind unerlässlich, um Gemeinschaften aus der Armut zu befreien. Die Diskriminierung von Frauen und Mädchen ist eine Falle, die ganze Gemeinschaften in die Benachteiligung zieht und sie dort festhält. Angesichts der drohenden Klimakatastrophe brauchen wir so viele gut ausgebildete und talentierte Menschen wie möglich, um die Probleme zu lösen, die wir uns selbst geschaffen haben. Wenn man 50 Prozent der Bevölkerung daran hindert, zu diesem Kampf beizutragen, ist das Selbstmord für uns alle.” – Cheryl M., Australien 

Aktivistin und Mitbegründerin von Flaming e.V. Anuscheh Amir-Khalili bietet geflüchteten Frauen und Kindern einen Ort zum Heilen und Unterstützung für Female Empowerment an:

“Die Zukunft unserer Gesellschaft hängt davon ab, dass Frauen aktiv an der Gestaltung unserer Städte und Länder beteiligt sind. Ihre Perspektiven sind entscheidend für die Gestaltung einer fairen, gerechten Welt. Ohne ihren Beitrag werden wir weiterhin in einer patriarchalischen Kultur leben, in der Bildung, Arbeit und sogar die Gesundheit von Frauen von jemandem entschieden wird, der keine Frau ist.” – Terri D., Kanada

“Mädchen müssen das Recht haben, zur Schule gehen zu können. Sie sollten nicht zu Hause bleiben und sich auf die Betreuung der Kinder oder häusliche Aufgaben konzentrieren müssen.” – Marisa C., Kanada 

Unternehmerin und Model Stefanie Giesinger setzt sich gegen geschlechtsspezifische Gewalt ein:

“Als ich ein Mädchen war, hatte ich keine Freiheit, meine Träume gegenüber meiner Familie zu äußern. Berufe außerhalb des Haushalts waren nicht akzeptabel. Ich möchte nicht, dass junge Frauen im 21. Jahrhundert eine solch ungleiche Gesellschaft vorfinden. Die Gleichstellung der Geschlechter ist ein kostbares Gut. Deshalb müssen wir, die älteren Frauen, unsere Hände und Stimmen für die Gleichstellung der Frauen in der Welt erheben.” – Chikako S., Japan

Zivilgesellschaftliche Räume schützen

“Wenn Bürger*innen zum Schweigen gebracht werden und ihre Meinungen und Ideen nicht äußern können, könnten wir genauso gut wieder in der Steinzeit leben. Jede Regierung, die ihre Bürger*innen zum Schweigen bringt, ist keine ernstzunehmende Regierung. Die Welt muss ein freier Ort sein, an dem wir alle einen positiven Beitrag leisten können.” – Andre A., Brasilien

“Die Redefreiheit ist ein so mächtiges Instrument und ein wichtiges Recht in der heutigen Welt. Wenn wir das Recht zu protestieren verlieren, wie können wir dann wirklich etwas verändern und uns an wichtigen politischen Entscheidungen beteiligen. Wie können wir unsere Enttäuschung zeigen, wenn eine Regierung falsch handelt?” – Tim B., Deutschland 

“Ich möchte, dass die Staats- und Regierungschef*innen der Welt das Recht auf freie Meinungsäußerung und das Recht zu protestieren schützen. Ich möchte protestieren und die Realität in meinem Land zum Ausdruck bringen, aber ich habe Angst vor Inhaftierung, Folter, dem Einsatz von Tränengas und Unterdrückung.” – Mohamed C., Mauretanien     

“Das Recht auf freie Meinungsäußerung ist ein grundlegendes Menschenrecht. Sie untermauert auch die meisten anderen Rechte und ermöglicht ihnen, sich zu entfalten. Das Recht, seine Meinung zu wichtigen gesellschaftlichen Themen frei zu äußern, Zugang zu Informationen zu erhalten und Machthaber*innen zur Rechenschaft zu ziehen, spielt eine entscheidende Rolle für die gesunde Entwicklung jeder Gesellschaft.” – Zafar M., Pakistan

“Meinungsfreiheit kann unmoralische oder ungesetzliche Aktivitäten aufdecken. Meinungsfreiheit fördert das Wissen einer Gesellschaft. Meinungsfreiheit ermöglicht friedliche Veränderungen in der Gesellschaft. Es ist wichtig, dass führende Politiker*innen sie schützen.” – Pedro S., Portugal 

“Menschen werden wegen friedlicher Proteste inhaftiert, weil sie von der Regierung Rechenschaft verlangen. Die freie Zivilgesellschaft ist im Herzen der G7 gefährdet. Dieser Rückschritt bei den Rechten muss aufhören.” – Jonathan A., Vereinigtes Königreich                         

Wenn auch du dich zusammen mit uns dafür einsetzen willst, extreme Armut JETZT zu beenden, dann werde mit uns aktiv. 

Advocacy

Gerechtigkeit fordern

Diese prominenten Global Citizens aus aller Welt fordern die G7 zum Handeln auf

Ein Beitrag von Imogen Calderwood  und  Nora Holz