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Explosionen in Brüssel - das ist der derzeitige Stand der Dinge

HINWEIS: Dieser Beitrag wurde am 22. März 2016 um 12:39 Uhr (UTC+1) veröffentlicht. Es wird erwartet, dass im Laufe des Tages weitere Details über die Explosionen in Brüssel bekannt werden. 

Heute morgen gab es nach derzeitigen Angaben drei Explosionen in Brüssel, Belgiens Hauptstadt.
Die ersten Zwei ereigneten sich gegen 8 Uhr am Flughafen Zaventem. Dort sollen einmal am Check-In Schalter der Fluglinien American Airlines und am Schalter der Brüssel Airlines Explosionen stattgefunden haben. Einige Augenzeugen sagen außerdem, dass kurz zuvor Schüsse gefallen sind. Die Detonationen hatten eine solche Wucht, dass große Teile der Decke auf den Boden krachten, etliche Glasscheiben zu Bruch gingen und die Halle stark verwüstet wurde. Passagiere bahnten sich durch dicke Rauchschwaden ihren Weg nach draußen, der Flughafen wurde sofort evakuiert. 


Keine Stunde später, gegen 9 Uhr Ortszeit, ereignete sich dann eine zweite Explosion, dieses mal in der Metrostation Maelbeek, die sich nicht unweit unter dem Brüsseler EU-Regierungsviertel befindet. Bei der Explosion sollen laut einem Bericht des belgischen Fernsehsenders VTM zehn Menschen ums Leben gekommen sein. Offiziell bestätigt ist das aber noch nicht. Die Brüsseler Feuerwehr spricht bislang von 21 Opfern an beiden Tatorten.

Flüge zum Brüsseler Flughagen Zaventem sind bereits umgeleitet worden und auch der Zugverkehr in Richtung Flughafen wurde gestoppt. Ebenso sind alle Brüsseler Bahnhöfe bis auf weiteres geschlossen worden. "Wir bitten alle Reisenden, nicht in einen Zug Richtung Brüssel zu steigen", teilte die Bahngesellschaft in Belgien mit. Auch alle Thalys Hochgeschwindigkeitszüge, die täglich Brüssel passieren, um dann weiter nach Paris zu fahren, stehen still. Das gleiche gilt für den Eurostar zwischen London und Brüssel.

Das belgische Rote Kreuz hat eine Webseite für diejenigen Menschen eingerichtet, die auf der Suche nach Angehörigen in Brüssel und Umgebung sind. Auf der Website können im Gegenzug Personen auch angeben, dass sie in Sicherheit sind. Das belgische Krisenzentrum empfiehlt den Menschen vor Ort, nicht zu telefonieren, sondern stattdessen SMS zu verschicken oder über soziale Netzwerke zu kommunizieren. Hierfür wurden alle Telenet Hotspots zur kostenfreien Nutzung freigeschaltet:


Auch Facebook hat reagiert und seinen 'Safety Check' für Brüssel eingerichtet. 


Noch gehen die Meinungen ein wenig auseinander, wer und was hinter den Explosionen steckt. Der belgische Premierminister Charles Michel allerdings hat die Explosionen in Brüssel bereits als 'Anschläge' bezeichnet. "Es ist passiert, was wir befürchtet haben", sagte er in einem offiziellen Statement. "Dies ist ein düsterer Moment für unsere Nation. Wir brauchen jetzt Ruhe und Solidarität."