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Alianza Ceibo
Umweltschutz

Indigene Gemeinden erhalten 100.000 US-Dollar im Einsatz für Naturschutz

Warum das wichtig ist
Indigene und lokale Gemeinden leisten einen enormen Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz. Deshalb fordern die Vereinten Nationen Länder dazu auf, diese Gemeinden zu schützen und bei ihrem Einsatz zu unterstützen. Werde hier mit uns aktiv und trage so zum Schutz unserer Erde bei.

Sie schützen Regenwälder, stellen zerstörte Sumpfgebiete wieder her und bewahren Lebensräume für Wildtiere: Dies sind nur einige der wichtigen Initiativen der zehn Gewinner*innen des diesjährigen “Äquator-Preises”, die von den Vereinten Nationen (UN) für ihren Einsatz im Naturschutz geehrt wurden.

Der einmal im Jahr vergebene Preis würdigt Gemeinden, die für den Erhalt von Ökosystemen kämpfen, sich gegen den Klimawandel einsetzen und die Artenvielfalt unserer Erde schützen. Gewinner*innen werden zudem mit je 10.000 US-Dollar unterstützt.

Die diesjährigen Preisträger*innen spiegeln die enormen Bemühungen wieder, die auf lokaler Ebene in den Gemeinden für den Schutz der Umwelt geleistet werden. Viele gehören indigenen Gemeinden an, die auf ein jahrhundertealtes Wissen und Erfahrung im Naturschutz zurückgreifen können. Andere Gewinner*innen wiederum stellen das beeindruckende Potenzial von lokalen Grassroots-Bewegungen unter Beweis.

Gewinner*innen liefern Lösungen für derzeitigen Umweltnotstand

Die ausgezeichneten Gemeinden kommen aus zehn Ländern: Kanada, der Demokratischen Republik Kongo, Ecuador, Guatemala, Indonesien, Kenia, Madagaskar, Mexiko, Myanmar und Thailand. Sie alle verbindet der ganzheitliche Ansatz, die Natur nicht als Ressource zu verstehen, die es bis ins Letzte auszuschöpfen gilt, sondern dass die Gesundheit der Menschheit untrennbar mit der Natur zusammenhängt.

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"Die Gewinner*innen zeigen uns den Wert der Arbeit mit der Natur, für den Klimaschutz, für die Wasserversorgung und den nachhaltigen Wohlstand", sagt Achim Steiner, Chef des Entwicklungsprogramms der Vereinten Nationen UNDP, in einer Erklärung. “Sie zeigen uns, wie wichtig es ist, die Natur in den Mittelpunkt der nachhaltigen Entwicklung zu stellen. Ihre Geschichten liefern einen Fahrplan für die Lösung des [aktuellen] Notstands unserer Erde", so Steiner weiter.

Naturschutzprojekte in Kenia, Thailand und Ecuador

In Kenia wurde das Projekt Nashulai Maasai Conservancy für seinen Erhalt des Maasai Mara Naturschutzgebiet ausgezeichnet. Die dort beheimateten Massai praktizieren eine Form der nachhaltigen Landwirtschaft. Mit dem daraus erwirtschafteten Geld schützen sie den Lebensraum von Elefanten und Löwen, sowie die vielfältige und einzigartige Pflanzenwelt in der Region. Zudem hat der Aufbau eines Kulturzentrums zu der Finanzierung von zwei Schulen, der Verbesserung des Zugangs zu Wasser und der Förderung von Frauen in der Gemeinde beigetragen.

Die Boon Rueang Wetland Forest Conservation Group aus Thailand gehört ebenfalls zu den diesjährigen Preisträger*innen. Das Kollektiv setzt sich für die Wiederherstellung von Sumpfgebieten und die Rettung des Urwalds im Ing-Flussbecken im Norden des Landes ein. Dank ihres Einsatzes für den Erhalt der lokalen Artenvielfalt konnten diverse industrielle Bauvorhaben in dem Gebiet verhindert werden. So können die Sumpfgebiete wieder ihrer wichtigen Rolle als Wasserquelle, Lebensraum für Wildtiere und Kohlenstoffsenke nachkommen.

Im ecuadorianischen Amazonasgebiet haben sich unterdessen vier indigene Gruppen aus 70 Gemeinden zu dem Projekt Alianza Ceibo zusammengeschlossen, um den Regenwald zu schützen. Die Kooperative setzt sich für den Zugang zu sauberem Wasser, der Versorgung mit Solarenergie und für nachhaltige Beschäftigungsmöglichkeiten in der Region ein. So bietet Alianza Ceibo den Menschen etwa Alternativen zum Bergbau, der Viehzucht und dem Anbau von Monokulturen an – den drei größten Ursachen für die Abholzung des Regenwaldes vor Ort.

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"Wir fühlen uns durch die Anerkennung der Vereinten Nationen für unsere Arbeit zur Verteidigung unserer Regenwaldgebiete und -kulturen geehrt", so Alicia Salazar, Anführerin des Siona-Stammes und Direktorin von Alianza Ceibo, in einer Pressemitteilung. "Dieser Preis gehört allen indigenen Gemeinden und Nationen, die an vorderster Front für den Schutz des Amazonasgebietes kämpfen. Als indigene Völker haben wir viele Unterdrückungen und Verletzungen erlitten. Aber durch unseren gemeinsamen Überlebenskampf, angeleitet von der Vision unserer Vorfahren, bauen wir eine gemeinsame Bewegung zum Schutz des Regenwaldes, unseres Planeten und künftiger Generationen auf.”