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Bildung

Dubai spendet über 8 Millionen Bücher an Flüchtlingskinder und Schulen

Da scheint jemand über sein ursprüngliches Ziel weit hinausgeschossen zu sein - im absolut positvien Sinn! Mohammed bin Rashid Al Maktoum, Staatsoberhaupt Dubais sowie Premierminister und Vize-Präsident der Vereinigten Arabischen Emirate, hat sich für den diesjährigen Ramadan vorgenommen, 5 Millionen Bücher für benachteiligte Kinder sammeln zu wollen

Und das Ergebnis ist mehr als zufriedenstellend: Im Rahmen seiner "Reading Nation”-Kampagne schaffte er es binnen kürzester Zeit, so viele Geld- und Buchspenden zu sammeln, dass nun sage und schreibe 8,28 Millionen Bücher für Kinder zur Verfügung gestellt werden können.
Mal zum Vergleich: Damit könnte die gesamte schweizer Bevölkerung mit Büchern versorgt werden.

Auf einer Auktion konnten alleine 41 Millionen AED - umgerechnet über 10 Millionen Euro - für den guten Zweck gesammelt werden. Die meisten Auktionsgegenstände spendete Mohammed bin Rashid Al Maktoum aus seiner privaten Kollektion. Auch das Bildungsministerium der Vereinigten Arabischen Emirate ermutigte Schüler des Landes dazu, Bücher zu spenden oder sich aktiv an der Kampagne zu beteiligen.

Von den ursprünglich 5 Millionen angestrebten Büchern wollte die Initiative zwei Millionen Bücher an Menschen in Flüchtlingslagern spenden, zwei Millionen Bücher an 2.000 Schulen in der arabischen und islamischen Welt sowie die restliche Million an weltweite Bildungsprogramme übergeben. Mit satten 3,28 Millionen Büchern mehr hat die Kampagne nun einen gewaltigen Spielraum, um noch mehr Kindern den Spaß am Lesen zu bieten.

Die "Reading Nation"-Kampagne ist Teil einer großangelegten globalen Initiative, in der die Arabischen Emirate sich u.a. aktiv für das Wohlergehen ihrer Bevölkerung einsetzen will.
So startete Mohammed bin Rashid Al Maktoum schon in den letzten Jahren während des Fastenmonats Ramadan immer wieder Kampagnen, um Menschen in Not zum Beispiel Lebensmittel und sauberes Trinkwasser zur Verfügung zu stellen. Denn Ramadan gilt für Muslime auch als Monat der Nächstenliebe und der guten Taten.


„In manchen Ländern müssen sich 30 Kinder ein Buch teilen. Unsere Religion ermutigt uns dazu, unseren Wissensdurst zu stillen. Deshalb ist es unsere Pflicht, jeden Menschen auf der Welt, der auf der Suche nach Wissen ist, zu unterstützen”, sagte Mohammed bin Rashid Al Maktoum gegenüber dem Online-Portal 'Dubaiweek'.

Mohammed bin Rashid Al Maktoum ist davon überzeugt, dass extreme Armut auf der Welt nur besiegt werden kann, wenn man in die Bildung der Menschen investiert, um Ignoranz und Intoleranz zu beseitigen.


Momentan sind geschätzt 19,5 Millionen Menschen weltweit auf der Flucht. Die Hälfte von Ihnen sind Kinder und Jugendliche. Und viele von ihnen konnten schon seit Jahren keine Schule mehr besuchen. Initiativen wie die von Mohammed bin Rashid Al Maktoum tragen dazu bei, dass zumindest ein Teil der notwendigen Materialien wie zum Beispiel Bücher ihren Weg zu den Kindern in Flüchtlingslagern finden.