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Gesundheit

Internationale Entscheidungsträger*innen unterzeichnen Petition, die einen kostenlosen Coronavirus-Impfstoff für alle fordert

Warum das wichtig ist:
Sorgfältiges Händewaschen, Zuhause bleiben und die Rückverfolgung von Infektionsketten sind wichtige Maßnahmen bei der Eindämmung des Coronavirus. Um die Pandemie jedoch zu beenden, ist die Entwicklung und gerechte Verteilung eines Impfstoffes für alle Menschen, überall essentiell. Erfahre hier, wie du dabei helfen kannst.

In einem öffentlichen Brief fordern 140 ehemalige und derzeitige Entscheidungsträger*innen aus der Politik, dem Wohltätigkeitssektor, dem Bildungswesen und vielen weiteren Bereichen Regierungen und die Weltgesundheitsversammlung dazu auf, einen “Impfstoff für alle” zu garantieren. Ein zukünftiger Impfstoff gegen COVID-19 müsse allen Menschen auf der ganzen Welt zugute kommen, heißt es in dem Appell.

Doch der von dem gemeinsamen Programm der Vereinten Nationen für HIV/Aids (UNAIDS) und der Hilfsorganisation OXFAM initiierte Aufruf geht noch weiter: Zukünftige Therapieangebote und Impfstoffe sollten zudem patentfrei und kostenlos zur Verfügung gestellt, sowie gleichmäßig und fair verteilt werden.

Der Brief reagiert auf eine Ankündigung des französischen Pharmakonzerns Sanofi. Dieser versprach wenige Tage zuvor, bei der erfolgreichen Herstellung eines Impfstoffs gegen COVID-19 zuallererst die USA zu beliefern.
Mit Veröffentlichung des Briefs jedoch zog Sanofi jenes Versprechen wieder zurück.

Die Welt ist nur so gesund, wie ihr schwächstes Mitglied

In ihrem Aufruf warnen die internationalen Unterzeichner*innen, dass das Leben von Menschen weltweit von der gerechten Verteilung eines Impfstoffs gegen COVID-19 abhängt. Die Welt könne immer nur so gesund sein, wie ihr schwächstes Mitglied. “Unsere Welt wird erst sicherer sein, wenn jede*r Einzelne von der Forschung und dem Zugang zu einem Impfstoff profitieren kann”, heißt es in dem Brief weiter.

Der Präsident Südafrikas Cyril Ramaphosa gehört ebenfalls zu den Unterzeichnenden. Er betont, dass alle Nationen ihre Zusammenarbeit verstärken und Fortschritte in der Forschung miteinander teilen sollten. “Niemand sollte aufgrund seiner Herkunft oder seines Einkommens an das Ende der Impfstoff-Warteschlange gedrängt werden”, so Ramaphosa in einer Pressemitteilung.

”Nur ein Impfstoff für alle”

Im Rahmen der EU-Geberkonferenz am 4. Mai sagten Staats- und Regierungschefs 7,4 Milliarden Euro zu, um die Entwicklung eines Impfstoff gegen COVID-19 voranzutreiben. Diese Summe bildet aber nur den Auftakt für die globale Reaktion auf die Coronakrise.

Ähnliche Geschichten 4. Mai 2020 “Eine Stunde der Hoffnung“: Angela Merkel fordert stärkere globale Zusammenarbeit im Kampf gegen COVID-19

Die erfolgreiche Herstellung eines solchen Impfstoffs wird noch einige Zeit in Anspruch nehmen. Bis dahin möchten die Unterstützer*innen vor allem die Weltgesundheitsversammlung dazu auffordern, die gerechte Verteilung des Impfstoffs sicherzustellen, sobald dieser verfügbar ist.

”Nur ein Impfstoff für alle – basierend auf Gleichberechtigung und Solidarität – kann die gesamte Menschheit schützen und unsere Gesellschaften wieder sicher zum Laufen bringen”, so der Brief.