Global Citizen ist eine Gemeinschaft, die aus engagierten Menschen wie dir besteht.

Menschen, die mehr über die wichtigsten Angelegenheiten dieser Welt erfahren und aktiv werden wollen. Dein Einsatz kann extremer Armut ein Ende setzen.

Citizenship

Fünf Dinge, die du für die Demokratie und eine offene Gesellschaft tun kannst

Demokratie. Was ist das eigentlich? Denkt man zurück an die monatelangen Koalitionsverhandlungen zwischen FDP und Union oder beobachtet die EU und Großbritannien, wie sie um den "besten Brexit" ringen, ahnt man, in welche Situation wir Politiker*innen manchmal mit unseren Wünschen bringen. Manch eine*r mag sich nun fragen: Ist Demokratie denn dann wirklich so sinnvoll? Unsere Antwort lautet: Definitiv! Denn es geht genau daraum: Um das Ringen nach der besten Lösung. 

Und dabei geht es um viel mehr, als nur zur Wahl zu gehen und den Rest Politiker*innen zu überlassen. Mit alltäglichen Gesten und kleinen Taten können wir uns jeden Tag dafür einsetzen, dass die Dinge sich so verändern, wie wir sie für richtig halten. 

Hier kommen fünf Ideen, wie das aussehen kann: 

1. Den Dialog suchen

Trump sitzt im Weißen Haus. Großbritannien verlässt die EU. Die AfD zieht in den Bundestag. Und Rechtsextreme marschieren durch Chemnitz. Wenn uns diese Ereignisse aus der jüngsten Vergangenheit eines lehren sollten, dann wohl wie enorm wichtig es für eine Gesellschaft ist, miteinander zu reden. Egal, ob mit seinem Nachbar*innen oder einem Wildfremden: Miteinander zu diskutieren und vor allem einander zuzuhören, ist der Schlüssel. So wie es zum Beispiel Tausende unterschiedlich denkende Menschen bei "Deutschland spricht" an einem Sonntag im September machten – ein Experiment, gestartet von "Zeit Online". Wer gute Argumente hat, sollte sich Gehör verschaffen, aber auch ebenso dafür offen sein, andere Meinungen anzuhören, zu respektieren und sich vielleicht überzeugen zu lassen! Auf jeden Fall kann es nie schaden, mal kurz in die Rolle des*r anderen zu schlüpfen und sich seine*ihre Sichtweise anzuhören.

2. Integrationshelfer*in werden

In den Medien ist der Hype um die "Flüchtlingskrise" vorbei. Doch in vielen Regionen der Welt halten die Kriege weiter an. Die Menschen, die in den letzten Jahren zu uns kamen, sind noch immer hier. Und weil Integration nicht in wenigen Monaten gelingt, braucht es Wegbegleiter*innen. Als Local kann man die Neuankömmlinge unterstützen: Bei Behördengängen, beim Kennenlernen der neuen Kultur und Umgebung. Bei der Vermittlung hilft beispielsweise die bundesweite Initiative "Start with a Friend". Wer mehr tun will und noch ein Zimmer frei hat: "Flüchtlinge Willkommen" bringt geflüchtete Wohnungssuchende und Wohngemeinschaften zusammen.

3. Global Citizen werden

Auch du bist der Meinung, dass extreme Armut Geschichte sein sollte, dass Kinderehen verboten und Frauenrechte gestärkt werden müssen? Dann bist du bei uns genau richtig! Millionen Global Citizens aus der ganzen Welt sind auf unser Aktionsplattform aktiv, unterschreiben zum Beispiel Petitionen und versenden E-Mails an Politiker*innen, um Einfluss zu nehmen. Mehr als zehn Millionen Mal sind sie in den letzten sechs Jahren aktiv geworden. Unser Erfolg kann sich sehen lassen: Dank des Engagements jedes*r Einzelnen, haben Politiker*innen, Unternehmen und Institutionen mehr als 30 Milliarden US-Dollar zugesichert, um den Ärmsten der Welt eine bessere Zukunft zu ermöglichen. Hier kannst du Teil der Global Citizen Community werden.

4. In eine Partei eintreten

Zugegeben, das ist eines von den größeren Projekten. Doch insbesondere für diejenigen unter euch, die der Meinung sind, dass es keine Parteien oder Politiker*innen gibt, die eure Werte und Vorstellung vertreten, gilt: Wieso nicht selber machen? Finde eine Partei, die in den Grundzügen zu deiner politischen Haltung passt. Immerhin standen 2017 42 (!) Parteien zur Wahl. Und wer jetzt denkt, das bringt doch gar nichts: Spätestens seit der vergangenen Bundestagswahl wissen wir, dass es sehrwohl möglich ist, innerhalb kurzer Zeit auf sich aufmerksam zu machen und einflussreich zu sein.

5. Das Grundgesetz lesen

"Die Würde des Menschen ist unantastbar." Das mag den meisten wohl noch bekannt vorkommen. Genauso wahr ist: "Die Freiheit des Glaubens, des Gewissens und die Freiheit des religiösen und weltanschaulichen Bekenntnisses sind unverletzlich." Na, auch genauso bekannt? Bei Gelegenheit mal durchs Grundgesetz zu blättern, kann nicht schaden. In Zeiten von Fake News können wir uns darauf verlassen, dass hier immer noch genau steht, worum es wirklich geht: Unsere Freiheit, die Demokratie und die Würde aller Menschen.

Also, genau jetzt könnte die perfekte Zeit sein, seinen Hintern hochzukriegen, um für die Freiheit und Toleranz in unserer Gesellschaft einzustehen. Los!