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The measles, rubella, and polio campaign will run until June 30.
Jeremy Weate / Flickr
Gesundheit

3 Millionen Kinder wurden in Papua-Neuguinea erfolgreich gegen Polio geimpft

Warum das wichtig ist
Polio, auch als Kinderlähmung bekannt, Masern und Röteln sind gefährliche Infektionskrankheiten, die tödlich verlaufen können. Kinder sind besonders gefährdet. Die Krankheiten sind nicht heilbar, aber mittlerweile vermeidbar. Flächendeckende und anhaltende Impfkampagnen sind daher existenziell, um diese Krankheiten auszurotten und neue Ausbrüche zu verhindern. Die nachhaltigen Entwicklungsziele der Vereinten Nationen (UN) setzen sich für die Entwicklung effizienter Gesundheitssysteme weltweit ein. Werde mit Global Citizen hier aktiv, damit vermeidbare Krankheiten wie diese der Vergangenheit angehören.

Papua-Neuguinea stellt gerade unter Beweis, wie sich eine erfolgreiche Impfkampagne in kürzester Zeit umsetzen lässt. Binnen zehn Monaten wurden mehr als drei Millionen Kinder gegen die lebensgefährliche Infektionskrankheit Polio geimpft.

Doch das ist nicht alles: Eine weitere Million Kinder soll im Laufe dieses Monats im Rahmen der aktuellen Impfkampagne Papua-Neuguineas (PNG) gegen Masern, Röteln und Polio geimpft werden.

Die dreiwöchige Kampagne des drittgrößten Inselstaats der Welt soll Kinder im Alter von sechs Monaten bis fünf Jahren mit dem Impfstoff gegen Masern und Röteln versorgen. Alle Kinder unter fünf Jahren werden ebenfalls den oralen Polio-Impfstoff erhalten.

Der kürzlich gewählte Premierminister PNGs James Marape appellierte an Eltern im ganzen Land, ihre Kinder zu den Impfstationen zu bringen, damit diese die kostenfreien Schutzimpfungen bekommen.

“Wenn Ihnen Ihr Kind am Herzen liegt, bringen Sie es zu uns, damit es geimpft werden kann“, sagte Marape zu Beginn der Kampagne vor Journalist*innen in der nordöstlichen Provinz Morobe. “Wir können es schaffen, unser Land bis zum Jahresende von Polio zu befreien.“

Die Impfkampagne wurde in Zusammenarbeit des nationalen Gesundheitsministeriums PNGs, der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und UNICEF ins Leben gerufen worden.
Führende Gesundheitsorganisationen wie die Impfallianz Gavi, die Global Polio Eradication Initiative und Rotary International haben ihre finanzielle Unterstützung zugesagt. Die Bill und Melinda Gates Stiftung wird ebenfalls Hilfe leisten, so wie die Regierungen Australiens, Neuseelands, Koreas, Kanadas, Großbritanniens und der USA.

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Der WHO-Vertreter PNGS, Luo Dapeng, hat der Weltgemeinschaft für ihre anhaltende Unterstützung seinen Dank ausgesprochen:
“Wir müssen unsere Zusammenarbeit fortsetzen, wenn wir sicherstellen möchten, dass jedes Kind umfassend geimpft werden kann”, sagte er. “Wir danken unseren Partnern für ihre Hilfe bei diesen enormen Bemühungen, jedes Kind vor Masern, Röteln und Polio zu schützen. Eure Inventionen in die Gesundheit der Kinder Papua-Neuguineas sind eine Investition in ihre Zukunft“.

Die aktuelle Impfkampagne ist die Reaktion auf eine Welle von Neuinfektionen innerhalb des vergangenen Jahres.

Im Juli 2018 wurden in Papua-Neuguinea nach 18 Jahren wieder erste Polio-Ausbrüche registriert. Nachdem die geringe Impfrate PNGs öffentlich angeprangert wurde, setzte der Inselstaat vier landesweite Impfkampagnen an.

Laut der WHO erhielten in den vergangenen zehn Monaten mindestens 3.3 Millionen Kinder unter 15 Jahren mehrere Impfungen gegen den Polio-Erreger. WHO-Vertreter Dapeng mahnte allerdings an, dass die größte Bedrohung für die Gesundheit der Kinder Papua-Neuguineas zur Zeit von einer Infektion mit Masern ausgehe.

“Masern sind aufgrund der hohen Ansteckungsgefahr und dem Potential, schwerwiegende Krankheitserscheinungen auszulösen und sogar zum Tod zu führen, eine Gefahr für die öffentliche Gesundheit. Vor allem für Bevölkerungen wie die PNGs, die von einer niedrigen Impfrate, Mangelernährung und einer eingeschränkten Gesundheitsversorgung betroffen sind“, sagte Dapeng.

“Wir müssen das besvostehende Risiko eines großflächigen Ausbruchs von Masern einschränken, um weitere Notfälle zu verhindern“, fügte er hinzu.

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Von allen vermeidbaren Infektionskrankheiten sterben die meisten Kinder weltweit an Masern. 2017 fielen der Krankheit, die sich über Husten und Niesen verbreitet, weltweit fast 110.000 Menschen zum Opfer. Der letzte Masernausbruch in Papua-Neuguinea aus 2015 führte zu 2.000 bestätigten Neuinfektionen und 362 Todesfällen.

Global betrachtet steigt die Infektionsrate für Masern 2019 erheblich an – um fast 300 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.