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Entwicklungsfinanzierung & Innovation

13 kuriose, bizarre, coole Ideen, die tatsächlich die Welt retten könnten

Steigende Meeresspiegel, die ganze Küstenstädte verschlingen, drohende Epidemien, die die nächste globale Gesundheitskrise auslösen könnten und anhaltende Dürren, die Hungersnöte in bereits unterversorgten Gebieten der Welt noch schlimmer machen - zugegeben, das 21. Jahrhundert kann manchmal ziemlich angsteinflößend sein.

Große Probleme erfordern große Ideen - und zum Glück gibt es rund um den Globus Teams von Forschern, Wissenschaftlern und Architekten, die alle daran arbeiten, die drängendsten Fragen unserer Zeit zu beantworten.

Von der Stromversorgung von Haushalten mit Abwasser, bis hin zur Überwindung medizinischer Straßensperren in armen Ländern mit Müll, hier sind 13 äußerst kreative Lösungen für den Hunger in der Welt, unsicheres Wasser, Krankheiten und den Klimawandel.


1) Roboter-Mückenfallen, um dem Zika Virus den Garaus zu machen

Microsofts neuester Roboter ist so intelligent, dass er lernen kann, Insektenarten voneinander zu unterscheiden. Er identifiziert sie noch vor dem Einfangen mit Hilfe von Infrarot-Sensoren. Dies könnte Wissenschaftlern einen großen Schritt vorwärts bringen im Kampf gegen Zika, Denguefieber und andere, von Mücken übertragene, Viren.

2) Einfach mal Spucke in Massen crowdsourcen, um bessere Antibiotika herzustellen

Studenten und Bürger im Vereinigten Königreich werden schon seit längerem dazu ermutigt, ihren Speichel (also ein bisschen davon) an ein Labor zu schicken, dass sich gänzlich dem Kampf gegen Antibiotikaresistenz widmet. Die durch Spenden finanzierte Initiative "Swab and Send" hat bereits 1.000 Proben erhalten - zwei davon wiesen widerstandsfähige Eigenschaften auf.

3) Tausche Müll gegen kostenlosen Arztbesuch

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In Indonesien, wo mehr als 10% der Bevölkerung unter der Armutsgrenze leben, kann Müll tatsächlich jemandem Zugang zu einer kostenlosen Behandlung in einer lokalen Klinik verschaffen. "Garbage Clinical Insurance" ermutigt Haushalte mit niedrigem Einkommen dazu, ihren Müll zu recyceln und die Einnahmen für die Finanzierung eines 'Gesundheits-Miniversicherungssystem' zu verwenden, das seinen Mitgliedern grundlegende Gesundheitsdienstleistungen in drei Kliniken im ganzen Land bietet. Die Initiative hat inzwischen etwa 600 Mitglieder, die im Durchschnitt jeden Monat etwa 2,4 Kilo Wertstoffe sammeln.

4) Schwimmende Städte

Man stelle sich vor: Ein schwebendes New York City. Für Küstenstädte, die mit einem steigenden Meeresspiegel konfrontiert sind, hat der Architekt Vincent Callebaut das "Lily Pad Project" eingeführt: Konzeptionelle Inseln, die theoretisch Platz für 50.000 Menschen bieten und auf der Oberfläche des Ozeans sitzen könnten. Diese Städte würden auf Wärme, Wind, Sonne und Gezeitenenergie setzen. Callebaut hofft, die Idee bis zum Jahr 2100 verwirklichen zu können.

5) Windbetriebene Züge

Seit letztem Jahr werden Züge in den Niederlanden zu 100% mit Windkraftenergie versorgt. Das Land wollte dieses Ziel bis Ende 2018 erreicht haben, schaffte die Umsetzung aber sogar ein ganzes Jahr früher. Insgesamt 2.200 Windenergieanlagen im ganzen Land erzeugen genug Strom, um die Züge zu versorgen, die pro Jahr etwa 1,2 Milliarden Kilowattstunden Strom verbrauchen und genug Energie übrig lassen, um weitere 2,4 Millionen Haushalte mit Strom zu versorgen.

6) Schadstoff-fressende Algen

Die Initiative begann im Jahr 2014, als eine kleine Algenfarm über einem kurzen Autobahnabschnitt in Genf, Schweiz, ausgesetzt wurde. "Cloud Collective", eine Kooperation von Architekten, Kreativen und Designern, beobachtete, wie die Algen durch die Fülle an Kohlendioxid, was von den entlangfahrenden Autos freigesetzt wurde, begannen, zu gedeihen, indem sie die Schadstoffpartikel buchstäblich fraßen. Eine Reihe von Pumpen und Filtern regulieren das System und im Laufe der Zeit verwandelt sich die Alge in eine Reihe von nutzbaren Produkten wie Biodiesel, Ökostrom, Medikamente, kosmetische Produkte und sogar Lebensmittel.

7) Kot und Essensreste als Antriebsmittel

Ja, richtig gehört. Wie sich herausgestellt hat, ist das ganze restliche Fett, das sich in unseren Abwasserrohren befindet, durchaus noch zu gebrauchen. Das Fett kommt dabei nicht nur von menschlichen Exkrementen, sondern von Essensresten, Abwaschwasser bis hin zu Kosmetikprodukten, die allesamt im Abflussrohr landen.

Lawrence Pratt, ein Chemieprofessor am New Yorker "Medgar Evers College", will dieses Fett in Treibstoff verwandeln. Durch einen Prozess, der "Pyrolyse" genannt wird, schmilzt das Fett und dessen Dämpfe werden destilliert. Daraufhin nimmt die Substanz eine molekulare Struktur an, das dem von Benzin ähnlich ist - womit man einen Lastkraftwagen oder aber eine Wohnungsheizung antreiben kann.

8) Essbare...und jetzt aufgepasst...DROHNEN

edible dronImage: Windhorse Aerospace - Pouncer Drone/Facebook

Ja, auch hier hast du richtig gelesen. Hinter dem Konzept steckt das britische Unternehmen 'Windhorse Aerospace', das sich selbst als "die Zukunft der Hilfslieferung" bezeichnet. Forscher arbeiten daran, eine Drohne mit einer Spannweite von neun Fuß (2,74 m) zu schaffen, die Nahrungsmittel bis in die ärmsten Gegenden der Welt liefern kann. Zusätzlich zum Transport von Vorräten könnte die Drohne selbst aus "Essbarem Material" wie Honigwaben, komprimiertem Gemüse oder sogar Salami bestehen, heißt es in einem Interview mit der Financial Times.

9) Ein soziales Netzwerk zur Steigerung von Ernteerträgen

Wenn Bauern in Kenia, Uganda oder Peru eine Frage zu ihrer Ernte haben, können sie mit der mobilen App 'WeFarm' einfach eine Nachricht per Handy verschicken - und erhalten innerhalb weniger Minuten eine Antwort in ihrer Landessprache.

Der neue 'Peer-to-Peer' Service hilft Landwirten, sich über Faktoren zu informieren, die außerhalb ihrer Kontrolle liegen - wie zum Beispiel der Klimawandel, sich verändernde Märkte, fehlerhaftes Saatgut und übertragbare Pflanzenkrankheiten. Allein bis Februar 2016 haben sich mehr als 120.000 Bauern diesem Service angeschlossen und es wurden bereits mehr als 280.000 Fragen beantwortet.

10) Ein riesiger, gefrorener Bunker, in dem Pflanzensamen für Krisensituationen lagern

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Im Jahr 2008 gründete eine Gruppe von Forschern den 'Global Seed Vault' auf einer Inselgruppe nördlich von Norwegen, um einen sicheren Hafen für die weltweite Vielfalt an Samen essbarer Pflanzen zu schaffen. Der 'Global Crop Diversity Trust' hält diese "Backup"-Samen gefroren, bis sie wiederverwendet werden können. Bis zum Konflikt in Syrien wurde noch nie ein Samen aus dem Eisschrank genommen. Die Samen wurden an eine Genbank nahe der durch den Krieg zerstörten Stadt Aleppo in Syrien zurückgegeben.

11) Ein Muppet, der Kindern dabei hilft, wichtiges über Hygiene zu lernen

Dürfen wir vorstellen: Das ist Raya. Der neueste Zuwachs in der Sesamstraße bringt Kindern in Bangladesch, Indien und Nigeria bei, wie man richtige Hygiene praktiziert wenn man zum Beispiel aufs Klo geht. 'Sesame Workshop', die gemeinnützige Organisation hinter der Sesamstraße, hat den Charakter 2014 als Teil ihrer 'Cleaner, Healthier, Happier' Kampagne ins Leben gerufen. Im selben Jahr trat Raya auf der Bühne des Global Citizen Festivals in New York auf.

12) ‘Insta-toilets’!

Weltweit haben rund 2,5 Milliarden Menschen keinen Zugang zu einer sauberen Toilette. Saubere, günstige und tragbare Toiletten bieten hier eine dauerhafte, geruchsfreie und sichere Lösung an. Zudem wird keine Energie benötigt und kann daher entscheidend für die Verbesserung der öffentlichen Gesundheit und der wirtschaftlichen Stabilität sein.

13) Strohhalme, die aus Wasser Trinkwasser machen

Ein chemiefreier Strohhalm, genannt 'LifeStraw', ist ein 'persönliches mobiles Wasserreinigungswerkzeug', das 99,99% wasserbasierte Bakterien durch einen superfeinen Filterungsprozess entfernt. Ein LifeStraw benötigt keine elektrische Energie, Batterien oder Ersatzteile und die Herstellung kostet lediglich rund 5 Dollar. Und es bietet sicheres Trinkwasser bis zu einem Jahr!