Der Bundeshaushalt 2021 wurde verabschiedet. Die Mittel für Entwicklungszusammenarbeit werden mit 12,43 Milliarden Euro für das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) ähnlich hoch wie im Vorjahr ausfallen. Damit sendet Deutschland ein wichtiges Signal in Zeiten der Corona-Pandemie – denn viele andere Länder diskutieren derzeit Kürzungen dieser Gelder. 

Mit diesem Etat erreicht Deutschland außerdem voraussichtlich das Ziel, 0,7 Prozent des Bruttonationaleinkommens für Entwicklungszusammenarbeit auszugeben. Doch dies ist leider weniger auf die Erhöhung der Mittel zurückzuführen, sondern eher auf die gesunkene Wirtschaftskraft Deutschlands aufgrund der COVID-19-Pandemie.

Außerdem sind weniger Mittel für multilaterale Organisationen eingeplant – obwohl diese besonders in Zeiten einer globalen Pandemie so wichtig wären: Das hat auch Auswirkungen auf Initiativen wie den ACT-Accelerator, der sich als einzige globale Initiative dafür einsetzt, die COVID-19-Pandemie für alle Menschen zu beenden, indem die gerechte Verteilung von COVID-19-Tests, -Behandlungsmethoden und -Impfstoffen sichergestellt wird. Denn auch diese Arbeit wird teilweise aus dem Entwicklungsetat finanziert. 

Die Pandemie zeigt deutlich, dass wir erst sicher sind, wenn alle sicher sind. Dafür ist die Stärkung multilateraler Organisationen dringend notwendig – doch der Haushalt 2021 bleibt hinter den Erwartungen zurück. Aus diesem Grund ist es so wichtig, dass wir weiter dran bleiben und aktiv werden, um die politischen Entscheidungsträger*innen an ihre Verantwortung im Kampf gegen extreme Armut zu erinnern. Dazu gehört, dass die 0,7%-Quote auch in Zukunft erreicht wird, wenn Deutschland wirtschaftlich wieder besser dasteht und fortlaufend an die globalen Bedarfe angepasst wird, damit diese Mittel auch wirklich #ZukunftSchaffen können. Teile jetzt unseren aktuellen Artikel zu den Haushaltsverhandlungen mit deinen Freund*innen!