Weltweit leben 736 Millionen Menschen in extremer Armut. Das bedeutet, dass sie von weniger als 1,70€ am Tag (über)leben müssen. Viele dieser Menschen können nicht zur Schule gehen, haben keinen Zugang zu Gesundheitsversorgung und müssen Hunger leiden. Und das Schlimmste? Die Corona-Pandemie verschärft diese Situation erheblich und gefährdet die Erfolge im Kampf gegen Armut, die in den vergangenen Jahrzehnten erreicht werden konnten. Expert*innen zufolge wird die derzeitige Situation dafür verantwortlich sein, dass in den kommenden Jahren rund 60 Millionen weitere Menschen in extreme Armut rutschen könnten.

Denn während die Länder, die die finanziellen Möglichkeiten haben, ihre Wirtschaft über die Krise hinweg zu retten, irgendwann aufatmen können, werden ärmere Länder deutlich länger unter den Auswirkungen zu leiden haben. Viele dieser Länder verfügten schon vor der Krise über keine guten und stabilen Gesundheitssysteme und die Situation spitzt sich derzeit zu. Außerdem fällt für viele Millionen Kinder durch die Schulschließungen die einzige warme Mahlzeit am Tag weg. Einige Kinder werden dem Schulunterricht außerdem auch nach der Krise weiterhin fernbleiben, weil sie zwangsverheiratet wurden oder arbeiten müssen, um zum Familienunterhalt beizutragen. Außerdem könnte sich die Zahl der Hungernden ungemein vergrößern, wenn noch mehr Menschen ihre Jobs verlieren und ihre Familien nicht mehr versorgen können. 

Die deutsche Entwicklungszusammenarbeithat in den vergangenen Jahrzehnten viel bewirkt. Die Pandemie stellt die Welt jedoch vor ganz neue Herausforderungen und verlangt neue globale Lösungen. Um dafür zu sorgen, dass alle Menschen auf der Welt die Chance auf eine gute Zukunft haben, müssen wir jetzt handeln. Und auch wenn die Bundesregierung bereits jeweils weitere 1,5 Milliarden Euro für 2020 und 2021 zugesagt hat, ist uns wohl allen klar: Das allein reicht noch lange nicht aus, da der Mehrbedarf durch COVID-19 natürlich erheblich gestiegen ist. Wir müssen jetzt sicherstellen, dass alle Menschen Zugang zu Gesundheitsversorgung, Bildung und Nahrungsmitteln haben und niemand auf der Strecke bleibt – weder während, noch nach der Pandemie. 

Werde jetzt aktiv und verrate uns, warum Deutschland den Entwicklungsetat auf jeden Fall weiter erhöhen muss. Wir leiten diese Nachrichten gebündelt an die politischen Entscheidungsträger*innen weiter, um sie davon zu überzeugen mehr Geld bereitzustellen – denn dieses Geld kann #ZukunftSchaffen!