Keine Kürzungen der deutschen Entwicklungsgelder!

Erinnere die Entscheidungsträger*innen an ihre große Verantwortung im Kampf gegen Armut

Was man wissen sollte:

  • Die Coronapandemie hat viele Fortschritte im Kampf gegen extreme Armut zerstört und globale Krisen verschärft.
  • Deutschland muss seiner globalen Verantwortung nachkommen und mehr Mittel für den Kampf gegen Armut bereitstellen.
  • Zeige der Politik wie wichtig es dir ist, dass Deutschland seinen Einsatz für eine gerechte Welt erhöht.

Mehr erfahren über diese Ursache:

Wie immer im März hat das Finanzministerium um Finanzminister Olaf Scholz auch dieses Jahr seinen Eckwertebeschluss für den Bundeshaushalt 2022 sowie die Finanzplanung für die kommenden drei Jahre vorgestellt. Und eins war uns wohl schon vorher klar: Die Mittel für Entwicklungszusammenarbeit und humanitäre Hilfe müssen zukünftig dringend steigen und an die wachsenden Herausforderungen, die spätestens durch die Coronapandemie verschärft wurden, angepasst werden.

Denn viele Erfolge der Entwicklungszusammenarbeit der vergangenen Jahrzehnte wurden zunichte gemacht und bestehende Krisen, wie die Hunger- und Klimakrise, erheblich verschärft. Aus diesem Grund ist es so wichtig, dass ein reiches Land wie Deutschland seiner globalen Verantwortung gerecht wird und mit einem starken Beitrag für eine gerechte Welt für alle ein Zeichen setzt, das andere Geberländer zum Nachahmen animiert und internationale Solidarität in dieser Krise symbolisiert. 

Und auch wenn der Etat für Entwicklungszusammenarbeit und humanitäre Hilfe für 2022 mit 12,3 Mrd. Euro ähnlich hoch wie in den vergangenen Jahren ausfällt, ist die Zukunftsprognose für 2023 bis 2025 besorgniserregend: Denn diese besagt, dass Deutschland diese Mittel perspektivisch um rund 25% senken will – und das in einer Zeit, in der sich globale Herausforderungen weiter verschärfen. Damit könnte Deutschland übrigens nicht einmal seine bisher bestehenden internationalen Verpflichtungen im Kampf gegen extreme Armut – in Form des 0,7%-Ziels – einlösen. 

Die Finanzplanung muss deshalb unbedingt angepasst werden! Denn wir brauchen jetzt ein starkes Signal internationaler Solidarität aus Deutschland, um die Weichen für eine gerechte Welt für alle zu stellen. Wir dürfen nicht zulassen, dass die Mittel in den kommenden Jahren dramatisch gekürzt werden. Aus diesem Grund werden wir den Prozess in diesem – so wichtigen – (Wahl)jahr nicht aus den Augen verlieren und uns weiterhin für eine gerechte Welt für alle und einen Beitrag aus Deutschland, der #ZukunftSchaffen kann, einsetzen! Schließe dich uns an!