Kenia muss die Mittel für Bildung endlich erhöhen!

Rufe das kenianische Bildungsministerium dazu auf, die Ausgaben für Bildung zu erhöhen, um Ungleichheiten zu verringern.

Was man wissen sollte:

  • In Kenia waren fast alle Schulen dieses Jahr durchgehend geschlossen – die Folgen sind dramatisch!
  • Viele Kinder haben keinen Zugang zu Online-Unterricht – Mädchen und Kinder aus armen Familien werden benachteiligt.
  • Fordere die Politiker*innen mit deinem Tweet dazu auf, allen Kindern die Chance auf gute Bildung zu ermöglichen!

Mehr erfahren über diese Ursache:

Weltweit konnten dieses Jahr aufgrund von COVID-19  fast 1,6 Milliarden Schulkinder in 190 Ländern nicht zur Schule gehen – das entspricht über 90% aller Schüler*innen. Und während einige Länder Online-Alternativen angeboten haben, hatten rund 80% der Kinder in afrikanischen Ländern südlich der Sahara keinen Zugang zum Internet und waren daher komplett vom Unterricht ausgeschlossen. Besonders benachteiligt waren Mädchen und Kinder aus einkommensschwachen Familien.

In Kenia schlossen die Schulen bereits im März, da viele Schulen und Hochschulen zu Test- und Isolationszentren umgebaut wurden. Der Unterricht sollte online weitergehen. Hierbei wurden jedoch nicht die fehlenden Grundvoraussetzungen für viele Kinder berücksichtigt. Probleme wie eine schlechte Internetverbindung, hohe Kosten für Datenvolumen und die fehlende digitale Infrastruktur in ländlichen Gebieten benachteiligten Schüler*innen aus ärmeren Familien. Die Leidtragenden waren vor allem Mädchen, Kinder mit Behinderungen und Menschen, die in Armut oder abgelegenen, ländlichen Gebieten leben.

Während die Regierung nun damit begonnen hat, die Schulen wieder zu öffnen, wächst die Kluft zwischen öffentlichen und privaten Schulen deutlich. Da in öffentlichen Schulen oft mehr als 60 Schüler*innen in einem Klassenzimmer lernen und sauberes Wasser und Handwaschmöglichkeiten äußerst begrenzt sind, besteht ein deutlich erhöhtes Risiko für eine Infektion mit dem Coronavirus.   

Im Jahr 2018 verpflichtete sich die Regierung, 30% ihres Staatshaushalts für Bildung auszugeben und unter anderem die Ausgaben für Schulspeisung und Mädchenbildung zu priorisieren. Dieses Versprechen wurde jedoch bis heute nicht erfüllt und die derzeitige Situation verschlimmert die Ausgangslage weiter.

Aus diesem Grund schließt sich Global Citizen mit lokalen Aktivist*innen und Grassroot-Organisationen in Kenia zusammen, darunter Chancen International, Future First Kenya, Food For Education und Patricia Kihoro: Unsere Forderung: das Bildungsministerium muss sein Versprechen einhalten und das Budget für Bildung zu erhöhen, damit kein Kind vom Lernen ausgeschlossen wird.